Wenn Mascara vor dem Ablauf schlecht wird: So erkennen Sie Warnzeichen rechtzeitig
Mascara gehört für viele zum täglichen Make-up. Sie kommt so nah ans Auge wie kaum ein anderes Produkt. Dadurch ist ein genauer Blick auf Sicherheit und Hygiene wichtig. Auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht erreicht ist, kann eine Mascara vorher kippen oder unhygienisch werden. Hier lesen Sie, woran Sie eine unsichere Mascara erkennen, welche Anzeichen Sie ernst nehmen sollten und wie Sie Ihre Wimperntusche möglichst lange hygienisch nutzen.
Warum Mascara heikel ist: und besonders genau kontrolliert werden sollte
Mascara ist ein sogenanntes Nassprodukt. Bei jeder Anwendung kommt sie mit Luft, Haut und teilweise mit der Wasserlinie der Augen in Kontakt. Dadurch gelangen Bakterien und Schmutz leichter in die Textur.
Der Bereich um die Augen ist sehr empfindlich. Schon kleine Reizungen können unangenehm sein, im schlimmsten Fall entstehen Entzündungen. Deshalb reicht es nicht, nur auf das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum zu achten. Mascara sollte regelmäßig visuell, mit der Nase und beim Auftragen geprüft werden.
Viele Mascaras werden täglich geöffnet und wieder geschlossen. Durch dieses häufige Öffnen trocknet das Produkt schneller aus oder verändert sich. Das passiert oft deutlich früher, als das MHD vermuten lässt.
Die wichtigsten Warnsignale: So prüfen Sie Ihre Mascara Schritt für Schritt
Mascara lässt sich in wenigen Schritten selbst beurteilen:
1. Konsistenz prüfen
Tragen Sie etwas Mascara auf den Handrücken oder einen sauberen Papiertuchrand auf. Achten Sie darauf, ob die Textur
- deutlich klumpiger ist als am Anfang,
- gummiartig, fadenziehend oder bröselig wirkt,
- stark eingedickt ist, sodass sich kaum Produkt vom Bürstchen löst.
In diesen Fällen ist die Mascara vermutlich ausgetrocknet oder nicht mehr stabil.
2. Geruch bewusst wahrnehmen
Riechen Sie kurz am Flakon. Ein veränderter Geruch kann auf Veränderungen hinweisen. Verdächtig sind
- ein ungewohnt strenger, stechender oder chemischer Geruch,
- ein leicht muffiger oder ranziger Ton.
Riecht die Mascara anders als beim ersten Öffnen, ist Vorsicht sinnvoll.
3. Optische Veränderungen erkennen
Schauen Sie sich Bürstchen und Produkt genau an:
- sichtbare Verfärbungen,
- ungewöhnlicher Glanz oder ein Grauschleier,
- fest angetrocknete Ränder am Flaschenhals,
- auffällige Klumpen im Flakon
deuten darauf hin, dass die Mascara nicht mehr in Ordnung sein kann.
4. Gefühl beim Tragen beobachten
Achten Sie auf Reaktionen direkt nach dem Auftragen:
- ungewohntes Brennen oder Jucken am Auge,
- tränende oder stark gereizte Augen,
- Druckgefühl oder starkes Trockenheitsgefühl an den Wimpern.
Bei solchen Veränderungen sollten Sie die Mascara nicht weiter verwenden und die Augen sorgfältig reinigen.
Typische Stolperfallen bei der Mascara-Nutzung
Viele Probleme entstehen durch alltägliche Gewohnheiten, die unproblematisch wirken:
Pumpen mit der Bürste
Das wiederholte Hinein- und Herausziehen bringt viel Luft in die Flasche. So trocknet Mascara schneller aus und kann instabil werden.
Mascara mit anderen teilen
Gemeinsame Nutzung, etwa mit Freundinnen, erhöht das Risiko, Keime zu übertragen, besonders bei bereits leicht gereizten Augen.
Verwendung nach Augenreizungen
Wird eine Mascara während oder kurz nach einer Bindehautentzündung oder ähnlichen Reizungen verwendet, können Keime in die Verpackung gelangen und dort bleiben.
Lange offene Lagerung
Ab dem ersten Öffnen läuft eine Art Hygiene-Uhr. Wird die Mascara selten, aber über Monate hinweg genutzt, ist sie unter Umständen nicht mehr ideal, auch wenn noch Produkt vorhanden ist.
Erprobte Tipps, damit Ihre Mascara möglichst lange sicher bleibt
Mit einigen einfachen Gewohnheiten verlängern Sie die sichere Nutzungszeit:
Sauber arbeiten
Mascara nur auf saubere Wimpern auftragen. Make-up-Reste und Talg gelangen sonst leichter in die Textur.
Nicht am Auge entklumpen
Überschüssige Mascara nicht direkt am Tubenrand oder Auge abstreifen und dann wieder in den Flakon geben. Besser ist es, den Überschuss auf einem Kosmetiktuch abzustreifen.
Flakon gut verschließen
Nach jeder Anwendung sofort fest zudrehen, damit möglichst wenig Luft eindringt.
Keine Verdünnungs-Tricks
Hausmittel wie Wasser, Speichel oder andere Flüssigkeiten sollten nicht zum Verdünnen verwendet werden. Sie bringen Keime ein oder verändern die Zusammensetzung.
Regelmäßig austauschen
Auch ohne klare Warnsignale ist es sinnvoll, Mascara, die regelmäßig genutzt wird, in angemessenen Abständen zu erneuern. So sinkt das Risiko für Reizungen.
Kurz zusammengefasst
Mascara kann vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums kippen. Warnsignale sind veränderte Konsistenz, ungewohnter Geruch, optische Veränderungen und Reizungen beim Tragen. Ergänzend zur Datumsangabe lohnt es sich, Mascara regelmäßig zu prüfen und bei Unsicherheit zu entsorgen. So bleibt die empfindliche Augenpartie besser geschützt und das tägliche Make-up fühlt sich sicher an.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft sollte ich meine Mascara unabhängig vom MHD austauschen?
Als grobe Orientierung empfehlen viele Fachquellen, stark genutzte Mascara nicht über längere Zeit zu verwenden. Vor allem nach Krankheiten im Augenbereich kann ein früherer Austausch sinnvoll sein.
Ist trockene Mascara automatisch unsicher?
Nicht jede eingedickte Mascara ist sofort unhygienisch. Eine stark veränderte Konsistenz kann aber auf ein Produkt hinweisen, das seine ursprünglichen Eigenschaften verloren hat. Wenn zusätzlich Geruch oder Tragegefühl auffällig sind, sollten Sie sie entsorgen.
Darf ich altes Mascara-Bürstchen weiterverwenden?
Das Bürstchen selbst können Sie theoretisch nach gründlicher Reinigung für andere Zwecke nutzen, etwa zum Formen der Augenbrauen. Für neue Mascara ist es hygienischer, das jeweils mitgelieferte Bürstchen zu verwenden.
Was mache ich, wenn meine Augen nach der Anwendung plötzlich gereizt reagieren?
Entfernen Sie die Mascara vorsichtig, spülen Sie die Augen bei Bedarf mit sauberem Wasser und verwenden Sie die betreffende Mascara nicht weiter. Halten die Beschwerden an oder werden stärker, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.