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Wie kann ich mein Haar unterstützen, wenn es durch häufiges Föhnen und Styling geschädigt ist?

Wenn Hitze zur Belastung wird: So unterstützen Sie strapaziertes, gestyltes Haar

Regelmäßiges Föhnen, Glätten oder Stylen mit dem Lockenstab sorgt für ein glattes Finish oder definierte Wellen – hinterlässt aber oft Spuren. Das Haar fühlt sich trocken an, wirkt stumpf, frizzig, bricht schneller und lässt sich immer schlechter bändigen. In diesem Artikel geht es darum, was Hitze tatsächlich in der Haarstruktur verändert, welche Pflegeroutinen wirklich einen Unterschied machen und wie Sie Ihren Alltag so anpassen, dass Sie weiterhin stylen können, ohne Ihre Längen dauerhaft zu überfordern.


Was Hitze mit Ihrem Haar macht – und warum es strapaziert wirkt

Haar besteht überwiegend aus Keratin – einem Protein, das seine Stabilität und Elastizität gibt. Diese Struktur reagiert empfindlich auf äußere Belastungen wie Hitze, Reibung oder chemische Behandlungen. Problematisch wird es vor allem, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen:

  • Hohe Temperatur entzieht dem Haar Feuchtigkeit.
  • Lange oder häufige Hitzeeinwirkung raut die äußere Schuppenschicht (Cuticula) an.
  • Direkter Kontakt mit Glätteisen oder Lockenstab bei zu hoher Temperatur kann die Keratinstruktur dauerhaft schädigen.

Die Folgen zeigen sich meist deutlich: Das Haar verliert Glanz, fühlt sich rau an, neigt zu Haarbruch und Spliss. Bereits geschädigte Partien lassen sich nicht „reparieren“ im Sinne einer Wiederherstellung der ursprünglichen Struktur. Sie können aber verhindern, dass sich der Schaden weiter ausbreitet, die Oberfläche glätten und das Haar insgesamt widerstandsfähiger machen.


Sanfte Umstellung: So bauen Sie eine haarfreundlichere Routine auf

Eine schonendere Routine entsteht nicht über Nacht, sondern durch kleine, konsequente Anpassungen:

  1. Waschfrequenz überprüfen
    Häufiges Waschen in Kombination mit Föhnen kann austrocknen – besonders, wenn stark reinigende Shampoos verwendet werden. Wenn möglich, den Abstand zwischen den Haarwäschen leicht vergrößern und an „Waschpause-Tagen“ auf einfache, schonende Frisuren setzen.

  2. Lauwarm statt heiß
    Beim Waschen lieber lauwarmes Wasser verwenden. Das ist angenehmer für die Kopfhaut und schont die Längen. Sehr heißes Wasser kann zusätzlich austrocknen und die Schuppenschicht stärker öffnen.

  3. Föhnen entschärfen

    • Das Haar zunächst an der Luft antrocknen lassen, bis es nur noch feucht ist.
    • Den Föhn auf mittlere Temperatur und moderate Luftstärke einstellen.
    • Die Luftströmung – mit Düse – immer von oben nach unten führen, damit sich die Schuppenschicht anlegt und das Haar glatter wirkt.
  4. Hitzestyling reduzieren
    Glätteisen und Lockenstab möglichst nicht täglich verwenden und nur im völlig trockenen Haar einsetzen. So vermeiden Sie den extremen Stress, der entsteht, wenn Feuchtigkeit im Haarinneren schlagartig erhitzt wird.

  5. Pflege fest einplanen
    Nach jeder Haarwäsche eine Spülung verwenden, um die Oberfläche zu glätten. Zusätzlich regelmäßig eine Kur oder Maske einbauen, die intensiver pflegt und den Feuchtigkeitshaushalt unterstützt.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie umgehen

Viele Schäden entstehen nicht durch ein einziges Styling, sondern durch Routinen, die sich eingeschlichen haben:

  • Zu hohe Temperaturen
    Glätteisen oder Lockenstab auf Maximum zu stellen, spart zwar Zeit, setzt das Haar aber unnötig unter Stress. Meist reicht eine mittlere Einstellung völlig aus.

  • Feuchtes Haar glätten oder locken
    Hitze auf feuchtem Haar ist besonders kritisch, weil Wasserdampf im Haarinneren die Struktur regelrecht aufsprengen kann. Deshalb: erst vollständig trocken föhnen oder lufttrocknen, dann stylen.

  • Reiben statt sanft trocknen
    Kräftiges Rubbeln mit dem Handtuch raut die Schuppenschicht auf, fördert Knoten und Haarbruch. Besser: das Haar vorsichtig ausdrücken oder in ein Handtuch (oder Mikrofaser-/Baumwollshirt) einschlagen und das Wasser aufsaugen lassen.

  • Eng zusammengebundene Frisuren
    Sehr straffe Zöpfe oder Dutts mit dünnen, harten Haargummis setzen vor allem den ohnehin geschädigten Längen zu. Weiche, breite Haargummis und locker gebundene Frisuren sind deutlich schonender.

  • Zu wenig Geduld
    Einmal strapaziertes Haar braucht Zeit und Konsequenz. Pflegeprodukte können viel ausgleichen, aber Spliss und Bruch verschwinden nicht über Nacht. Regelmäßiges Spitzenschneiden gehört dazu, wenn das Haar wieder sichtbar gesünder wirken soll.


Erprobte Tipps, die hitzegestresstes Haar spürbar entlasten

Ein paar konkrete Gewohnheiten machen im Alltag einen größeren Unterschied, als man auf den ersten Blick vermuten würde:

  • Hitzeschutz als Standard
    Vor jedem Föhnen oder Einsatz von Glätteisen/Lockenstab ein Hitzeschutzprodukt in Längen und Spitzen verteilen. Diese Formulierungen können die direkte Wärmeeinwirkung auf die Schuppenschicht abmildern und das Austrocknen verlangsamen.

  • Pflegende Spülungen und Kuren
    Produkte mit feuchtigkeitsspendenden und strukturstärkenden Inhaltsstoffen – etwa Glycerin, Panthenol, bestimmte pflanzliche Öle oder Proteine – glätten die Oberfläche, verbessern die Kämmbarkeit und helfen, Haarbruch durch mechanische Belastung zu reduzieren.

  • Leave-in-Pflege nutzen
    Leichte Leave-ins (Sprays, Fluids, Cremes) legen sich wie ein dünner Film um das Haar, mindern Frizz und schützen vor Reibung, beispielsweise an Kleidung, Schals oder Jackenkragen.

  • Schonend kämmen
    Immer in den Spitzen beginnen und sich Abschnitt für Abschnitt nach oben vorarbeiten. Geeignet sind Bürsten oder Kämme, die explizit für nasses oder empfindliches Haar ausgelegt sind – das verhindert, dass geschwächte Längen zusätzlich ausreißen oder abbrechen.

  • Regelmäßiger Spitzenschnitt
    Spliss lässt sich nicht „zukleben“. Wird er nicht geschnitten, „wandert“ er weiter nach oben. Durch regelmäßiges Kürzen sieht das Haar voller und gepflegter aus und neigt weniger zu weiterem Bruch.

  • Schutz in der Nacht
    Langes, offenes Haar verknotet im Schlaf leicht und reibt an Kissenbezügen. Ein lockerer Zopf oder Dutt, idealerweise kombiniert mit einem glatten Kissenbezug (z. B. Satin), verringert Reibung und Haarbruch in der Nacht.


Kurz zusammengefasst

Häufiges Föhnen und intensives Hitzestyling setzen dem Haar zu, weil sie Feuchtigkeit entziehen und die Schuppenschicht angreifen. Was bereits stark geschädigt ist, lässt sich nicht komplett in den Ursprungszustand zurückversetzen. Sie können aber verhindern, dass der Schaden weiter voranschreitet, und die Oberfläche so weit beruhigen, dass das Haar wieder gesünder aussieht und sich besser anfühlt. Entscheidend sind: moderatere Temperaturen, weniger häufiges Hitzestyling, konsequente Pflege mit feuchtigkeitsspendenden und schützenden Produkten und ein insgesamt schonender Umgang – vom Waschen über das Kämmen bis hin zur Nachtfrisur.


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