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Wie kann ich mein Haar mit Föhn und Rundbürste glatt und glänzend stylen?

Glatt, glänzend, salonwürdig: So gelingt das Föhnstyling mit Rundbürste zu Hause

Ein glattes, glänzendes Föhnstyling wirkt sofort gepflegt und „wie frisch vom Friseur“ – ohne dass Sie dafür tatsächlich im Salon sitzen müssen. Mit Föhn und Rundbürste lassen sich Längen sichtbar glätten, Struktur hineinbringen und Glanz hervorholen, ohne das Haar zu überhitzen.
Entscheidend sind: eine sinnvolle Vorbereitung, eine saubere Technik und ein bisschen Ausdauer. Im Folgenden lesen Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Haar schonend glatt föhnen – und worauf es ankommt, damit es trotz Styling gesund und glänzend bleibt.


Was beim Föhnen wirklich im Haar passiert

Beim Föhnen wird die äußere Schuppenschicht des Haares durch die Wärme kurzzeitig formbar. Solange das Haar warm ist, lässt es sich in eine neue Form ziehen – beim Abkühlen „fixiert“ sich diese Struktur.

Für ein glattes, glänzendes Ergebnis spielen vor allem drei Faktoren zusammen:

  • Richtungswechsel der Schuppenschicht: Föhnen Sie von oben nach unten, legt sich die Schuppenschicht an. Das Licht kann gleichmäßiger reflektieren – das Haar wirkt ruhiger, glatter und glänzender.
  • Wärme + Zugspannung: Die Rundbürste bringt Zug in die Strähne. In Verbindung mit Wärme wird eine vorhandene Welle oder Krause vorübergehend gestreckt.
  • Kontrollierte Hitze: Zu hohe Temperaturen rauen die Schuppenschicht auf. Das Haar wird zwar glatt, wirkt aber stumpf und angegriffen.

Das Ziel ist also: moderater Luftstrom, kontrollierte Wärme, klare Föhnrichtung – immer in Wuchsrichtung, vom Ansatz zu den Spitzen.


Schritt für Schritt: Vom Handtuchtrocknen zum glatten Föhnfinish

1. Vorbereitung nach dem Waschen

  • Haar mit dem Handtuch nur ausdrücken, nicht trockenrubbeln.
  • Sanft durchkämmen, in den Spitzen beginnen, um Haarbruch zu vermeiden.
  • Hitzeschutz auftragen, besonders wenn Sie regelmäßig föhnen oder feines, empfindliches Haar haben.

2. Antrocknen für mehr Volumen und Kontrolle

  • Das Haar zunächst ohne Bürste etwa zu 70–80 % trocken föhnen, gerne mit dem Kopf leicht nach vorne.
  • Erst wenn die Ansätze nicht mehr tropfen und die Längen nur noch feucht sind, kommt die Rundbürste ins Spiel.

3. In gut handhabbare Partien einteilen

  • Den Oberkopf abteilen und mit Clips wegstecken.
  • Mit dem Unterhaar beginnen und Schicht für Schicht nach oben arbeiten – so behalten Sie Kontrolle und erreichen jede Strähne sauber.

4. Richtige Führung von Föhn und Rundbürste

  • Rundbürste unter eine Strähne legen, möglichst nah am Ansatz.
  • Föhn mit schmaler Düse senkrecht nach unten auf die Strähne richten.
  • Die Strähne langsam über die Bürste nach unten ziehen und gleichzeitig föhnen.
  • Die Bürste stets in Bewegung halten, damit sich die Hitze nicht staut.

5. Für Extraglanz: kalt nacharbeiten

  • Jede Strähne zum Schluss kurz mit kühler Luft fixieren.
  • Zum Abschluss die äußere Haarschicht noch einmal von oben nach unten mit kalter oder lauwarmer Luft überföhnen – das legt die Oberfläche sichtbar glatter an.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Zu heißes Föhnen: Extreme Hitze direkt an Haar oder Kopfhaut schädigt die Struktur. Besser: mittlere Temperatur, ca. eine Föhnkopflänge Abstand.
  • Falsche Föhnrichtung: Von unten nach oben zu föhnen stellt die Schuppenschicht auf, das Ergebnis wirkt frizzig. Immer von Ansatz zu den Spitzen arbeiten.
  • Zu dicke Strähnen: Große Strähnen trocknen im Inneren schlecht und bleiben leicht wellig. Besser mit kleineren, überschaubaren Partien arbeiten.
  • Tropfnasses Haar auf der Rundbürste: Sehr nasses Haar lässt sich schwer führen und wird unnötig strapaziert. Das Antrocknen ist kein „Kann“, sondern ein wichtiger Zwischenschritt.
  • Ziehen und Reißen: Verhedderte Spitzen in der Bürste reißen schnell ab. Die Bürste langsam drehen, nicht ruckartig ziehen – notfalls kurz stoppen und vorsichtig entwirren.

Feine Justierungen für mehr Glanz und Halt

  • Rundbürsten-Material bewusst wählen: Glatte Oberflächen (z. B. Keramik, beschichtetes Metall) lassen das Haar besser gleiten und unterstützen den Glanz.
  • Bürstengröße an die Haarlänge anpassen: Große Durchmesser für lange Haare und ein ruhiges, glattes Fallen; kleinere Bürsten für kürzere Längen oder leichten Schwung in den Spitzen.
  • Ansatz gezielt anheben: Wer kein platt anliegendes, sondern natürlich wirkendes Glattstyling möchte, setzt die Bürste am Ansatz an, hebt die Strähne leicht an und glättet sie erst dann in die Länge.
  • Weniger Produkt, mehr Technik: Glanz und Glätte entstehen primär durch gute Vorbereitung, Föhnrichtung und Bürstenführung. Zu viele Stylingprodukte beschweren und nehmen Bewegung.

Kurz zusammengefasst

Mit Föhn und Rundbürste lässt sich das Haar sichtbar glätten und zum Glänzen bringen, wenn der Ablauf stimmt: nach dem Waschen schonend vortrocknen, in Partien arbeiten, mit moderater Wärme konsequent von oben nach unten föhnen und jede Strähne zum Schluss mit kühler Luft fixieren. Entscheidend sind nicht maximale Temperaturen, sondern Geduld, eine ruhige Hand und die richtige Föhnrichtung.


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