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Welche Augenpflege eignet sich speziell bei starken Falten und Krähenfüßen?

Feine Linien, tiefe Fältchen: Welche Augenpflege bei starken Falten und Krähenfüßen wirklich hilft

Die Haut rund um die Augen gehört zu den ersten Bereichen, in denen sich die Zeit zeigt – erst als feine Linien, später als deutlich sichtbare Falten und Krähenfüße. Spätestens dann tauchen zwei Fragen auf: Reicht meine normale Gesichtscreme noch aus? Oder braucht es eine spezielle Augenpflege – und wenn ja, mit welchen Wirkstoffen, damit sich der Aufwand überhaupt lohnt?
In diesem Artikel geht es genau darum: Was hinter Augenfalten steckt, welche Inhaltsstoffe gut untersucht sind und wie Sie Ihre Routine so aufbauen, dass sie zu Ihrer Haut und Ihrem Alltag passt.


Warum die Haut um die Augen so früh Falten zeigt

Die Haut im Augenbereich ist besonders dünn, zudem fast fettarm und damit anfälliger für Trockenheit als andere Gesichtspartien. Gleichzeitig ist sie ständig in Bewegung – beim Lachen, Blinzeln, Zusammenkneifen der Augen gegen die Sonne.

Dazu kommen mehrere Faktoren:

  • Feuchtigkeitsverlust lässt die Haut feiner, knittriger und weniger prall wirken.
  • Der Abbau von Kollagen und Elastin nimmt mit dem Alter zu; Falten graben sich ein und bleiben.
  • UV-Strahlung ist einer der wichtigsten Auslöser für vorzeitige Hautalterung – gerade rund um die Augen.
  • Lebensstilfaktoren wie Rauchen, wenig Schlaf, trockene Heizungsluft oder häufiges Reiben der Augen beschleunigen den Prozess zusätzlich.

Krähenfüße sind also selten nur „Veranlagung“. Meist sind sie das Ergebnis aus Mimik, UV-Belastung und Pflegegewohnheiten. Die gute Nachricht: Auch wenn tiefe Falten nicht verschwinden, können Sie mit der richtigen Kombination aus Schutz, Feuchtigkeit und wirksam formulierten Wirkstoffen viel abmildern.


Was in der Augenpflege bei ausgeprägten Falten wirklich zählt

Bei ausgeprägten Falten und Krähenfüßen lohnt es sich, auf einige Wirkstoff-Gruppen besonders zu achten:

  • Feuchtigkeitsspender
    Stoffe, die Wasser in der Haut binden, können Fältchen sichtbar glätten – zumindest temporär. Typisch sind etwa Glycerin oder bestimmte Zuckerverbindungen. Sie polstern die Haut leicht auf und verbessern kurzfristig die Elastizität.

  • Fettende Komponenten für die Schutzbarriere
    Pflanzliche Öle und hautverwandte Lipide stärken die Hautbarriere. Eine intakte Barriere verliert weniger Feuchtigkeit, und Trockenheitsfältchen treten weniger stark hervor.

  • Antioxidative Wirkstoffe
    Antioxidantien helfen, freie Radikale zu neutralisieren, die unter anderem durch UV-Strahlung entstehen. Sie sind kein Soforteffekt-Werkzeug, aber ein wichtiger Baustein, um vorzeitigen Alterungsprozessen entgegenzuwirken.

  • Zellaktivierende Wirkstoffe (z. B. Vitamin-A-Derivate)
    Retinol und andere Vitamin-A-Derivate sind in der Anti-Aging-Pflege gut untersucht. Sie fördern die Hauterneuerung und können die Struktur langfristig verbessern. Im Augenbereich braucht es aber milde Formulierungen, wenig Produkt und eine langsame Eingewöhnung, da die Haut hier besonders schnell gereizt reagiert.

  • Peptide und hautstrukturunterstützende Stoffe
    Peptide können Signale in der Haut beeinflussen, die an Festigkeit und Spannkraft beteiligt sind. Einige werden gezielt in Anti-Aging-Produkten gegen Falten eingesetzt und ergänzen andere Wirkstoffe sinnvoll.

Eine spezielle Augenpflege ist nicht zwingend, kann aber Vorteile haben: milder formuliert, besser verträglich, mit Texturen, die nicht in die Augen laufen. Wer sehr empfindliche Augen hat, profitiert meist von solchen abgestimmten Produkten.


So integrieren Sie Augenpflege bei Krähenfüßen sinnvoll in Ihre Routine

Wenn Sie Krähenfüße und stärkere Falten gezielt angehen möchten, hilft eine klare, schlichte Reihenfolge:

  1. Sanfte Reinigung
    Make-up und Sonnenschutz im Augenbereich vorsichtig entfernen, ohne Rubbeln und Ziehen. Jede mechanische Belastung kann feine Strukturen unnötig strapazieren.

  2. Feuchtigkeit als Basis
    Nach der Reinigung eine feuchtigkeitsspendende Pflege auftragen. Produkte mit bewährten Feuchthaltern lassen die Haut sofort glatter und weniger „knitterig“ erscheinen.

  3. Gezielte Wirkstoffe am Abend
    Abends ist ein guter Zeitpunkt für zellaktivierende Wirkstoffe oder Peptide. Starten Sie langsam, zum Beispiel alle zwei bis drei Tage, und steigern Sie nur, wenn die Haut nicht brennt oder schuppt.

  4. Sonnenschutz am Tag
    Morgens gehört ein verlässlicher Sonnenschutz auch um die Augen dazu. Viele Gesichtssonnencremes sind bis an die Augenpartie gut verträglich – entscheidend ist, dass sie nicht in den Augen brennen.

  5. Konsequenz statt Übertreibung
    Eine überschaubare Routine, die Sie täglich anwenden, wirkt nachhaltiger als ständig wechselnde Produkte. Faltenpflege ist immer ein langfristiges Projekt, kein Zwei-Wochen-Experiment.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Rund um eine bereits deutlich gefurchte Augenpartie sind bestimmte Fehler besonders häufig:

  • Zu aggressive Produkte
    Was im restlichen Gesicht funktioniert, kann an den Augen zu viel sein. Hochkonzentrierte Säuren oder starke Retinoide führen hier schnell zu Rötung, Brennen und Schuppung. Besser: mildere Konzentrationen, kleine Mengen, langsame Steigerung.

  • Reiben, zerren, rubbeln
    Ob beim Abschminken oder Eincremen – zu hoher Druck nützt nie. Besser ist sanftes Einklopfen oder vorsichtiges Streichen, idealerweise mit den Ringfingern, weil sie naturgemäß etwas weniger Kraft einsetzen.

  • Nur auf „Sofort-Effekt“ setzen
    Produkte mit optischen Weichzeichnern oder Silikonen können Fältchen kurzfristig kaschieren, ersetzen aber keine langfristig wirksame Pflege. Sinnvoll ist die Kombination: etwas, das sofort schöner aussehen lässt, plus Wirkstoffe, die an der Struktur arbeiten.

  • Sonnenschutz vergessen
    Gerade der Augenbereich wird beim Auftragen gern ausgelassen – aus Angst vor Brennen oder weil die Gewohnheit fehlt. Langfristig ist das einer der größten Fehler: Ohne Schutz verschärfen UV-Schäden die Faltenbildung, egal wie gut der Rest der Routine ist.


Erprobte Tipps für eine glatter wirkende Augenpartie

Neben der Produktebene helfen einige einfache, aber wirksame Gewohnheiten:

  • Ausreichend Schlaf
    Schlafmangel zeigt sich zuerst an den Augen. Regeneration braucht Zeit; das gilt auch für die Haut.

  • Rauchen möglichst reduzieren oder beenden
    Rauchen beschleunigt die Faltenbildung nachweislich, insbesondere rund um Mund und Augen. Jedes eingesparte Zigarette macht langfristig einen Unterschied.

  • Regelmäßige, aber sanfte Pflege
    Eine minimalistische, gut verträgliche Routine, die Sie täglich durchhalten, ist der Haut meist lieber als ein ständig wechselndes Arsenal an „Neuzugängen“.

  • Kühlende Kompressen oder Augenpads bei Bedarf
    Leichte, kurzfristige Kühlung kann Schwellungen reduzieren und die Partie frischer wirken lassen. Wichtig: nicht eiskalt, nicht direkt aus dem Gefrierfach, keine reizenden Inhaltsstoffe.

  • Realistische Erwartungen
    Pflege kann viel: die Hautstruktur verbessern, Trockenheitsfältchen auffüllen, Falten weicher und weniger hart erscheinen lassen. Sie kann aber keine Zeitmaschine ersetzen. Tiefe Falten bleiben, lassen sich jedoch sichtbar abmildern.


Kurz zusammengefasst

Bei starken Falten und Krähenfüßen ist nicht das eine „Wundermittel“ entscheidend, sondern das Zusammenspiel: ausreichend Feuchtigkeit, eine stabile Hautbarriere, gut belegte Anti-Aging-Wirkstoffe und konsequenter Sonnenschutz. Eine milde, feuchtigkeitsspendende Augenpflege, ergänzt um zellaktivierende und antioxidative Inhaltsstoffe, kann die Struktur der Haut verbessern und Falten weicher wirken lassen. Was den Unterschied macht, sind Geduld, Regelmäßigkeit – und zuverlässiger UV-Schutz, Tag für Tag.


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