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Was hilft bei sehr trockenen oder rissigen Händen?

Wenn die Haut streikt: Was wirklich bei sehr trockenen und rissigen Händen hilft

Trockene, spannende oder sogar rissige Hände gehören zu den häufigsten Hautproblemen – und längst nicht nur im Winter. Ständiges Händewaschen, Desinfektionsmittel, Kälte, trockene Heizungsluft oder Reinigungsmittel setzen der Hautbarriere sichtbar zu. Die Folge: raue, spröde Haut, die brennt, spannt oder an bestimmten Stellen einreißt. In diesem Artikel geht es darum, warum die Hände so empfindlich reagieren, was tatsächlich hilft – und wie Sie mit überschaubaren Routinen spürbar mehr Komfort in den Alltag bringen.


Warum unsere Hände so schnell austrocknen

Die Haut an den Händen ist von Natur aus schlechter geschützt, als vielen bewusst ist. Auf den Handrücken sitzen nur wenige Talgdrüsen. Entsprechend wenig Hautfett wird dort gebildet – genau jenes Fett, das Feuchtigkeit bindet und die Oberfläche geschmeidig hält.

Dazu kommt der ganz normale Alltag:

  • häufiger Kontakt mit Wasser
  • Tenside in Seifen, Spül- und Putzmitteln
  • Alkohol in Desinfektionsmitteln
  • Kälte, Wind und trockene Heizungsluft

All das löst Fette aus der Hautbarriere und bringt ihr Gleichgewicht aus der Bahn. Ist die Barriere geschwächt, verdunstet Feuchtigkeit leichter. Die Haut wirkt stumpf, fühlt sich gespannt an, wird rau und schuppig. Bei stärkerer Austrocknung entstehen kleine Risse, vor allem dort, wo die Haut ständig in Bewegung ist – an Knöcheln, Fingerkuppen und seitlich an den Fingern.


So bringen Sie trockene Hände Schritt für Schritt wieder ins Gleichgewicht

Sehr trockene oder rissige Hände erholen sich selten von selbst. Hilfreich ist ein Zusammenspiel aus Schutz, sanfter Reinigung und konsequenter Pflege.

1. Schonend reinigen
Nutzen Sie lauwarmes Wasser und milde, pH-hautneutrale Waschprodukte. Vermeiden Sie kräftiges Rubbeln. Es genügt, die Hände sanft einzuschäumen und anschließend gründlich abzuspülen – ohne sie unnötig lange unter fließendem Wasser zu halten.

2. Hände immer gut abtrocknen
Was auf der Haut verbleibt, verdunstet und entzieht zusätzlich Wasser. Tupfen Sie die Hände sorgfältig trocken, anstatt zu reiben – auch die Zwischenräume zwischen den Fingern nicht vergessen.

3. Sofort im Anschluss eincremen
Der beste Zeitpunkt ist direkt nach dem Waschen. Die Haut ist dann noch minimal feucht, und eine Handcreme kann diese Restfeuchtigkeit besser einschließen. Achten Sie auf Inhaltsstoffe, die sowohl Fett als auch Feuchtigkeit liefern, etwa pflanzliche Öle und humektante Stoffe wie Glycerin oder Urea in moderater Dosierung.

4. Nachtkur für strapazierte Hände
Abends darf es reichhaltiger sein. Tragen Sie eine großzügige Menge einer etwas fetteren Creme oder Salbe auf. Wer mag, zieht dünne Baumwollhandschuhe darüber. So bleibt mehr Produkt auf der Haut, verwischt nicht direkt ins Bettzeug und kann über Nacht intensiver wirken.

5. Schutz im Alltag
Bei Spül- und Putzarbeiten, längerem Kontakt mit Wasser oder scharfen Reinigern sind Handschuhe sinnvoll – idealerweise mit Baumwollfutter oder dünnen Baumwollhandschuhen darunter. Draußen bewahren gut sitzende Winterhandschuhe die Haut bei Kälte vor zusätzlicher Austrocknung.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Viele kleine Alltagsgewohnheiten klingen harmlos, summieren sich aber zu einem deutlichen Problem für die Hände.

Zu häufiges oder zu heißes Waschen
Sehr heißes Wasser löst Fette schneller aus der Haut. Häufiges Waschen verstärkt den Effekt. Besser: lauwarmes Wasser, nur so oft wie nötig, dafür gründlich – und anschließend stets eincremen.

Aggressive Seifen und Handdesinfektion
Stark entfettende Seifen und Desinfektionsmittel mit hohem Alkoholanteil setzen der Hautbarriere zu. Eine mildere Reinigung und der bewusste, nicht reflexartige Einsatz von Desinfektionsmitteln entlasten die Haut deutlich.

Kein Eincremen aus Bequemlichkeit
Viele lassen das Eincremen weg, weil sie den Film auf der Haut als störend empfinden oder „keine Zeit“ haben. Ein praktischer Kompromiss: eher leichte, schnell einziehende Texturen für den Tag und reichhaltigere Produkte am Abend. So wird Pflege im Alltag realistischer umsetzbar.

Risse ignorieren
Tiefe Risse sind nicht nur kosmetisch störend. Sie können sich entzünden, wenn Keime eindringen. Solche Stellen sollten sauber gehalten, gezielt gepflegt und bei Schmerzen, Rötung, Nässen oder Schwellung ärztlich abgeklärt werden.


Erprobte Tipps für fühlbar glattere, geschmeidige Hände

  • Platzieren Sie Handcremes dort, wo Sie sie automatisch sehen: am Waschbecken, auf dem Schreibtisch, im Auto, am Bett.
  • Lieber häufiger eine dünne Schicht auftragen als selten sehr viel: Das wird oft besser vertragen und konsequenter durchgehalten.
  • Im Winter Handpflege bewusst hochfahren – Kälte und Heizungsluft verstärken Trockenheit erfahrungsgemäß deutlich.
  • Schützen Sie die Hände bei Hausarbeit oder längerem Wasserkontakt regelmäßig mit geeigneten Handschuhen.
  • Ausreichend trinken unterstützt den allgemeinen Flüssigkeitshaushalt – ersetzt keine Pflege von außen, ergänzt sie aber sinnvoll.

Kurz zusammengefasst

Sehr trockene oder rissige Hände sind meist ein Zeichen dafür, dass die Hautbarriere überlastet ist. Häufiger Kontakt mit Wasser, Seife, Kälte und Reizstoffen entzieht der Haut Fette und Feuchtigkeit. Mit milder Reinigung, konsequentem Eincremen, Schutz im Alltag und einer bewussten Nachtpflege lassen sich die Beschwerden in vielen Fällen deutlich bessern. Halten Probleme länger an, verschlimmern sie sich oder kommen Schmerzen und Entzündungszeichen hinzu, sollte ärztlich geklärt werden, ob beispielsweise ein Ekzem oder eine andere Grunderkrankung dahintersteckt.


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