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Welche Handpflege eignet sich nach dem Solarium oder nach intensiver Sonneneinstrahlung?

Sonnengestresste Hände: Welche Pflege Ihre Haut jetzt wirklich braucht

Nach einem Solariumbesuch oder einem Tag in intensiver Sonne gehören die Hände meist zu den ersten Stellen, an denen man die Belastung spürt. Die Haut wirkt trocken, rau, manchmal sogar leicht pergamentartig – oft deutlicher als im Gesicht. Das liegt daran, dass die Hände weniger geschützt sind, häufiger mit Wasser und Reinigungsmitteln in Kontakt kommen und seltener konsequent gepflegt werden. In diesem Artikel geht es darum, was Ihre Hände nach UV-Stress tatsächlich brauchen, welche Inhaltsstoffe sinnvoll sind – und was Sie im Zweifel besser lassen.


Warum Sonne und Solarium die Hände so stark beanspruchen

Die Haut an den Händen ist relativ dünn und verfügt nur über wenige Talgdrüsen. Sie kann deshalb Feuchtigkeit schlechter halten und trocknet schneller aus. UV-Strahlung verstärkt diesen Effekt deutlich.

Bei intensiver Sonne oder Solarium laufen mehrere Prozesse gleichzeitig ab:

  • Die Hautbarriere verliert Feuchtigkeit und Lipide.
  • Die Oberfläche kann rau, spröde und gespannt wirken.
  • Auf Dauer treten Pigmentflecken und feine Fältchen stärker hervor.

Die Pflege nach der UV-Belastung hat daher vor allem drei Aufgaben: Feuchtigkeit zurückbringen, Fette nachliefern und die gereizte Hautbarriere beruhigen.


Direkt nach Sonne oder Solarium: So pflegen Sie Ihre Hände Schritt für Schritt

1. Sanft reinigen
Beginnen Sie mit lauwarmem Wasser und einer milden, möglichst parfumarmen Reinigung. Zu heißes Wasser und aggressive Tenside setzen der ohnehin strapazierten Haut zusätzlich zu und waschen wertvolle Lipide aus.

2. Feuchtigkeit auffüllen
Im nächsten Schritt braucht die Haut Wasser. Achten Sie auf Handpflege mit feuchtigkeitsspendenden Stoffen wie Glycerin, Hyaluronsäure, niedrig dosiertem Urea oder Aloe vera. Sie helfen der Haut, Feuchtigkeit zu binden und nicht sofort wieder zu verlieren.

3. Lipide nachliefern
Anschließend – oder in einem Kombiprodukt – sind rückfettende Inhaltsstoffe sinnvoll: etwa pflanzliche Öle (z. B. Jojoba-, Mandel- oder Sonnenblumenöl) oder Butter wie Sheabutter. Diese stärken die Hautschutzbarriere und bremsen weiteren Feuchtigkeitsverlust.

4. Beruhigung für gestresste Haut
Wirkt die Haut gereizt oder leicht gerötet, sind beruhigende Wirkstoffe hilfreich. Bewährt sind zum Beispiel Panthenol, Allantoin oder bestimmte Pflanzenextrakte mit nachweisbar entzündungshemmendem bzw. reizlinderndem Potenzial.

5. Tagsüber an UV-Schutz denken
Sobald Sie wieder nach draußen gehen, gehört ein UV-Schutz auf die Hände. Er ersetzt die Pflege nicht, verhindert aber, dass die bereits gestresste Haut weiter belastet wird. Idealerweise verwenden Sie eine separate Sonnencreme für die Hände oder eine Handcreme mit ausreichendem LSF.


Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Hände davor schützen

Zu reichhaltig direkt auf erhitzte Haut
Ist die Haut noch heiß, gerötet oder „brennend“, wirken sehr okklusive, schwere Texturen schnell unangenehm und können das Hitzegefühl verstärken. Warten Sie, bis die Haut abgekühlt ist, und starten Sie mit leichten, feuchtigkeitsspendenden Produkten. Reichhaltigere Texturen können später folgen.

Alkoholhaltige oder stark parfümierte Produkte
Alkohol in höheren Konzentrationen und intensive Duftstoffe sind für sonnengestresste Haut oft zu viel. Sie können zusätzlich reizen oder austrocknen. Achten Sie auf möglichst reizarm formulierte Handpflege mit reduziertem Duft – gerade in den ersten Tagen nach der UV-Belastung.

Peelings zur „Sofortglättung“
Der Griff zum Peeling, um raue Stellen sofort zu glätten, ist verlockend, aber nach intensiver Sonne selten eine gute Idee. Mechanische Peelings (mit Körnchen) oder höhere Konzentrationen von Fruchtsäuren setzen der ohnehin beanspruchten Haut weiter zu. Die Folge: noch mehr Empfindlichkeit und Irritation.

Nur einmal cremen und dann vergessen
Eine einzige Anwendung direkt nach dem Sonnenbad reicht meist nicht. Die Haut braucht Zeit, um sich zu stabilisieren. Besser ist es, in den nächsten Stunden und Tagen regelmäßig nachzupflegen – besonders nach jedem Händewaschen.


Erprobte Tipps, damit Ihre Hände sich schneller erholen

  • Tragen Sie in den ersten 24–48 Stunden nach intensiver Sonneneinstrahlung lieber mehrfach dünne Schichten Handcreme auf, anstatt einmal eine sehr dicke Schicht.
  • Greifen Sie abends zu einer etwas reichhaltigeren Pflege und lassen Sie diese – bei Bedarf mit leichten Baumwollhandschuhen – über Nacht einwirken.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, damit die Haut auch von innen unterstützt wird.
  • Meiden Sie zusätzliche Belastungen wie sehr heißes Wasser, scharfe Reinigungsmittel oder häufige Desinfektion, solange die Haut noch empfindlich ist.
  • Setzen Sie langfristig auf täglichen UV-Schutz für die Hände, um neuen Schäden vorzubeugen und bestehende Probleme wie Pigmentflecken nicht zu verstärken.

Kurz zusammengefasst

Nach Sonne oder Solarium brauchen Ihre Hände vor allem Feuchtigkeit, Lipide und Beruhigung – ohne unnötig reizende Zusätze. Eine milde Reinigung, eine Kombination aus feuchtigkeitsspendender und rückfettender Handpflege sowie konsequenter UV-Schutz in den folgenden Tagen unterstützen die Haut dabei, sich zu regenerieren und ihre Schutzfunktion wieder stabil aufzubauen.


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