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Wie bewahrt man Handcremes und Handpflegeprodukte optimal auf, damit sie wirksam bleiben?

So bleiben Handcremes wirksam: Die richtige Aufbewahrung für gepflegte Hände

Handcremes gehören für viele genauso selbstverständlich dazu wie Zahnbürste und Duschgel – im Winter gegen rissige Haut, im Sommer nach Sonne, Wasser und Sand. Was leicht übersehen wird: Wie Sie Ihre Handpflegeprodukte lagern, entscheidet mit darüber, wie lange sie sich gut verteilen, angenehm riechen und tatsächlich pflegen.

Im Folgenden geht es darum, was Handcremes „altern“ lässt, wie Sie sie alltagstauglich aufbewahren und woran Sie erkennen, dass eine Creme lieber in den Müll als auf die Haut gehört.


Warum Aufbewahrung bei Handpflege mehr ist als eine Nebensache

Handcremes bestehen überwiegend aus Fetten, Feuchthaltemitteln und – je nach Produkt – empfindlichen Wirkstoffen wie Vitaminen, Duftstoffen oder Pflanzenextrakten. Diese reagieren auf ihre Umgebung: Licht, Sauerstoff, Temperatur und Keime können die Inhaltsstoffe verändern oder abbauen.

Das Ergebnis merken Sie meist deutlich:

  • der Duft kippt oder wird schwächer
  • die Konsistenz trennt sich, wird klumpig oder wässrig
  • die Pflegeleistung lässt nach oder die Creme reizt plötzlich die Haut

Wenn Sie diese Grundlagen im Blick haben, können Sie mit wenig Aufwand:

  • die angegebene Haltbarkeit realistischer ausschöpfen
  • Warnsignale früh erkennen
  • unnötige Hautirritationen durch überlagerte Produkte vermeiden

Entscheidend ist dabei nicht nur der Lagerort, sondern auch der Umgang mit der Creme im täglichen Gebrauch.


So lagern Sie Handcremes im Alltag sinnvoll

1. Kühl, aber nicht eiskalt

Handcremes fühlen sich bei Zimmertemperatur am wohlsten.

  • Ideal sind etwa 15–25 °C.
  • Hitze, etwa im Sommer im Auto oder direkt neben der Heizung, kann Emulsionen instabil machen und Fette schneller oxidieren lassen.
  • Sehr niedrige Temperaturen können die Textur verändern, die Creme wird zäh oder lässt sich schlechter verteilen.

Ein Platz im Kühlschrank ist normalerweise nicht nötig. Eine Ausnahme sind Produkte, bei denen der Hersteller ausdrücklich eine kühle Lagerung empfiehlt.

2. Trocken und vor Licht geschützt

Licht – vor allem direkte Sonne – beschleunigt den Abbau empfindlicher Inhaltsstoffe.

  • Besser sind Schublade, Schrank oder Kosmetiktasche als Dauerplatz.
  • Weniger geeignet sind Fensterbänke mit Sonneneinstrahlung, das Auto oder dauerhaft beleuchtete Regale im Bad.

3. Sauber im Gebrauch

Die meisten Keime landen nicht zufällig in der Creme, sondern beim täglichen Benutzen.

  • Tuben und Pumpspender sind im Alltag hygienischer als offene Tiegel.
  • Bei Tiegeln: Hände vorher waschen oder einen sauberen Spatel verwenden.
  • Nach der Anwendung die Verpackung immer sorgfältig verschließen, damit möglichst wenig Luft, Schmutz und Feuchtigkeit eindringen.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

1. Handcreme im Auto aufbewahren
Es ist bequem, immer eine Creme im Auto zu haben, aber ungünstig: Im Sommer wird es extrem heiß, im Winter sehr kalt – beides setzt der Formulierung zu. Besser: Eine kleine Tube in Handtasche, Rucksack oder Jackentasche, die Sie regelmäßig aufbrauchen und bei Bedarf ersetzen.

2. Offene Tiegel über Monate nutzen
Offene Gefäße sind anfälliger für Verunreinigungen und Luftkontakt. Wenn Sie Tiegel mögen, sollten Sie sie zügig aufbrauchen und besonders auf saubere Hände und gut verschlossenen Deckel achten.

3. Haltbarkeitsangaben ignorieren
Kosmetik trägt in der Regel ein Mindesthaltbarkeitsdatum (für die ungeöffnete Packung) und ein Symbol zur Haltbarkeit nach dem Öffnen (z. B. „12M“). Beides ist nicht nur Formalität. Selbst wenn Produkt und Geruch noch „ganz okay“ wirken, steigt mit der Zeit das Risiko für Reizungen oder eine deutlich schwächere Wirkung.

4. Veränderungen wegduften oder übersehen
Wenn die Creme plötzlich ranzig, „sauer“ oder ungewohnt intensiv riecht, sich die Farbe verändert oder die Textur seltsam flockig, körnig oder wässrig wirkt, gehört sie entsorgt – unabhängig vom Datum.


Erprobte Tipps für länger frische Handpflege

  • Lagern Sie ungeöffnete Handcremes an einem konstant kühlen, trockenen Ort, etwa in einem Schrank fern von Heizung und Fenster.
  • Öffnen Sie nicht mehrere identische Produkte parallel, sondern verbrauchen Sie eine Packung nach der anderen.
  • Für unterwegs eignen sich kleinere Tuben oder Reisegrößen, die Sie innerhalb weniger Wochen bis Monate aufbrauchen.
  • Orientieren Sie sich nach dem Öffnen am Tiegelsymbol mit Monatsangabe – kein Gesetz, aber ein realistischer Richtwert.
  • Trennen Sie nach Möglichkeit „Unterwegs-Creme“ (in Tasche oder Rucksack) und „Stationäre Pflege“ (z. B. am Bett oder Waschbecken). So bleibt zumindest ein Produkt optimal gelagert.

Kurz zusammengefasst

Handcremes bleiben am längsten angenehm und wirksam, wenn sie kühl, trocken und geschützt vor Licht stehen – und wenn Sie beim Gebrauch sauber arbeiten. Tuben und Spender sind hygienischer als offene Tiegel, starke Hitze und Kälte sollten Sie vermeiden. Orientierung geben Mindesthaltbarkeitsdatum und Haltbarkeit nach dem Öffnen. Sobald Geruch, Farbe oder Konsistenz deutlich von früher abweichen, ist es vernünftiger, die Creme zu entsorgen als sie weiterzuverwenden.


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