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Wie kann ich meine Routine umstellen, wenn ich auf Naturkosmetik oder Clean Beauty wechseln möchte?

Schön natürlich: Wie Sie Ihre Pflege-Routine entspannt auf Naturkosmetik umstellen

Der Wunsch nach überschaubaren Inhaltsstoffen, weniger Reizpotenzial und mehr Transparenz in der Kosmetik wird größer. Viele überlegen deshalb, ihre Pflege-Routine auf Naturkosmetik oder Clean Beauty umzustellen – sind aber unsicher, wo sie anfangen sollen. In diesem Artikel geht es darum, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen können, worauf Sie beim Wechsel achten sollten und warum die Haut manchmal eine kurze Umgewöhnungsphase braucht. Ziel ist nicht Perfektion, sondern eine Routine, die zu Ihnen passt und sich stimmig anfühlt.


Was bedeutet Naturkosmetik und Clean Beauty überhaupt?

Die Begriffe tauchen oft gemeinsam auf, meinen aber nicht dasselbe.

Naturkosmetik
Im Mittelpunkt stehen hier Inhaltsstoffe überwiegend natürlichen Ursprungs, etwa pflanzliche Öle, Wachse oder Pflanzenextrakte. Bestimmte synthetische Stoffe werden reduziert oder ganz weggelassen, zum Beispiel einzelne Konservierungsstoffe oder Mineralöle. Wie streng das gehandhabt wird, hängt von Land, Siegel und Hersteller ab – der Begriff „Naturkosmetik“ ist rechtlich nicht einheitlich geschützt.

Clean Beauty
„Clean“ ist kein fest definierter Standard, sondern eher ein Versprechen: Produkte sollen möglichst „unbedenkliche“ Inhaltsstoffe enthalten, während bestimmte, kontrovers diskutierte Stoffe bewusst gemieden werden – selbst wenn sie offiziell zugelassen sind. Welche Stoffe das sind, legt jede Marke für sich fest. Entsprechend unterschiedlich fällt aus, was als „clean“ durchgeht.

Wichtig ist: Natürlich ist nicht automatisch besser – und synthetisch nicht automatisch schlechter. Pflanzenextrakte können sehr gut tun, aber auch irritieren. Manche synthetische Wirkstoffe sind hervorragend verträglich. Entscheidend ist, wie Ihre Haut darauf reagiert und wie ausgewogen die Formulierung insgesamt ist.


Schritt für Schritt umstellen statt alles auf einmal austauschen

Ein radikaler Komplettwechsel innerhalb weniger Tage überfordert viele Hauttypen. Sinnvoller ist eine Umstellung in Etappen:

  1. Zuerst Produkte austauschen, die auf der Haut bleiben
    Beginnen Sie mit den Produkten, die länger Kontakt mit der Haut haben: Reinigung, Gesichtspflege, Sonnenschutz, Körperpflege. Duschgel oder Shampoo werden schnell wieder abgewaschen und sind daher meist weniger kritisch.

  2. Ein Produkt nach dem anderen ersetzen
    Nehmen Sie sich zunächst ein Produkt vor, zum Beispiel die Gesichtscreme. Verwenden Sie diese konsequent und beobachten Sie Ihre Haut zwei bis vier Wochen, bevor Sie das nächste Produkt austauschen. So können Sie Veränderungen besser zuordnen.

  3. Hautreaktionen bewusst beobachten
    Leichte Trockenheit, etwas Spannungsgefühl oder einzelne Unreinheiten können in der Umstellungsphase vorkommen – besonders, wenn sich die Art der verwendeten Fette oder Wirkstoffe deutlich verändert. Deutliche Rötungen, Brennen oder Juckreiz sind dagegen ein klares Signal, das Produkt abzusetzen.

  4. Bewährte Schritte beibehalten
    Sie müssen nicht Ihre gesamte Routine neu erfinden. Wenn ein bestimmter Pflegeschritt gut funktioniert (etwa ein Reinigungs-Typ oder eine Art Creme), können Sie einfach eine naturkosmetische oder „clean“ formulierte Alternative innerhalb derselben Kategorie ausprobieren.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie umgehen

Beim Wechsel zu Naturkosmetik oder Clean Beauty tritt immer wieder ein ähnliches Muster auf:

  • „Je natürlicher, desto besser“ – ohne Blick auf die Hautbedürfnisse
    Sehr reichhaltige, fettreiche Produkte auf Basis pflanzlicher Öle sind für trockene Haut oft ideal, für ölige oder zu Unreinheiten neigende Haut aber schnell zu viel des Guten. „Natürlich“ ersetzt nicht die Analyse des eigenen Hauttyps.

  • Zu viele ätherische Öle und Duftstoffe
    Natürlich duftende Produkte wirken auf den ersten Blick sympathisch, können empfindliche Haut aber irritieren. Wer zu Rötungen, Neurodermitis oder Reizungen neigt, sollte Duftstoffe in der INCI-Liste kritisch prüfen – egal ob ätherisches Öl oder Parfum.

  • Ständiges Wechseln und zu schnelle Urteile
    Wenn alle paar Tage ein neues Produkt dazukommt, lässt sich kaum mehr nachvollziehen, was was auslöst. Zudem brauchen viele Formulierungen Zeit, um ihre Wirkung zu zeigen. Geduld ist an dieser Stelle mehr als nur eine Floskel, sondern tatsächlich ein wichtiges „Werkzeug“.

  • Sonnenschutz aus Angst vor „Chemie“ weglassen
    Sonnenschutz gehört zu den wichtigsten Maßnahmen für Hautgesundheit und Anti-Aging. Ihn zu streichen, nur weil ein Produkt nicht ausdrücklich als „clean“ oder „natürlich“ beworben wird, ist selten sinnvoll. Entscheidend ist, dass Ihre Haut den Sonnenschutz gut verträgt – ob mineralisch, chemisch oder kombiniert.


Praktische Tipps für eine sanfte, durchdachte Umstellung

Mit ein paar Grundregeln wird der Wechsel realistisch und überschaubar:

  • INCI-Listen grob scannen, nicht auswendig lernen
    Sie müssen keine Chemiekenntnisse haben. Es reicht, wiederkehrende Muster zu erkennen: viele Duftstoffe? Pflanzenöle weit vorne in der Liste? Inhaltsstoffe, von denen Sie wissen, dass Sie sie bisher nicht vertragen haben?

  • Mit Basisprodukten anfangen
    Eine milde Reinigung, eine einfache, gut verträgliche Feuchtigkeitscreme und eine Körperpflege sind ein pragmatischer Start. Wenn das funktioniert, können Sie gezielt erweitern: etwa um ein Serum, ein mildes Peeling oder spezielle Pflege gegen Unreinheiten oder Trockenheit.

  • Patch-Test vor dem ersten Einsatz im Gesicht
    Testen Sie neue Produkte zunächst an einer unauffälligen Stelle, etwa am Unterarm oder hinter dem Ohr. Wenn nach 24–48 Stunden keine Reizung auftritt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Produkt im Gesicht ebenfalls gut funktioniert.

  • Hautbarriere im Blick behalten
    Wirkt die Haut trocken, rau, gerötet oder brennt sie schnell, ist die Hautbarriere möglicherweise angegriffen. In dieser Phase sind reduziertere Formulierungen sinnvoll: beruhigende Produkte, wenig Duftstoffe, keine aggressiven Peelings, keine Experimente mit zu vielen neuen Wirkstoffen gleichzeitig.

  • Sich selbst und der Haut Zeit geben
    Veränderungen brauchen Zeit – und die Erinnerung ist oft selektiv. Kurze Notizen oder gelegentliche Fotos helfen, den Verlauf nüchterner zu bewerten und nicht jeder Tagesform der Haut zu viel Bedeutung beizumessen.


Kurz zusammengefasst

Eine Umstellung auf Naturkosmetik oder Clean Beauty kann sinnvoll sein, wenn Sie mehr Transparenz wünschen oder bestimmte Inhaltsstoffe vermeiden möchten. Entscheidend ist, schrittweise vorzugehen, Produkte nacheinander zu ersetzen und die Reaktion Ihrer Haut genau zu beobachten. „Natürlich“ oder „clean“ sind keine Garantie für bessere Verträglichkeit, aber mit einem wachen Blick auf Inhaltsstoffe und Hautreaktionen lässt sich eine Routine finden, die sowohl zu Ihrem Hauttyp als auch zu Ihren persönlichen Vorstellungen passt.


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