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Welche Reihenfolge ist beim Augen-Make-up sinnvoll: zuerst Gesicht oder zuerst Augen?

Erst das Gesicht oder erst die Augen? Die richtige Reihenfolge beim Augen-Make-up

Die Frage taucht immer wieder auf: Fängt man beim Schminken mit dem Teint an oder direkt mit den Augen? Beides funktioniert – entscheidend sind Ihre Produkte, Ihr gewünschter Look und wie geübt Sie sind. Im Folgenden geht es darum, welche Vorteile die jeweiligen Abläufe haben, was in der Praxis wirklich zählt und wie Sie typische Stolperfallen umgehen. So landen Sie bei einer Reihenfolge, die zu Ihnen, nicht nur zur Theorie passt.


Was die Reihenfolge beim Schminken überhaupt ausmacht

Die Reihenfolge ist kein Detail, das nur Profis interessiert. Sie entscheidet mit darüber, wie kontrolliert das Ergebnis wirkt – und wie nervenschonend Sie dorthin kommen.

Wenn Sie mit den Augen beginnen, spielt Ihnen ein Vorteil in die Karten: Lidschatten, Mascara und Eyeliner können krümeln, abfärben oder beim Tuschen absetzen. Ist der Teint noch „nackt“, lassen sich diese Spuren einfach wegwischen, ohne Foundation oder Concealer zu zerstören.

Starten Sie hingegen mit dem Gesicht, wirkt der Teint sofort gleichmäßiger, und Sie sehen früh, wie stark Sie die Augen überhaupt betonen wollen. Das hilft, das Gesamtbild abzuschätzen – besonders bei dezenten Alltagslooks, bei denen das Make-up nicht „zu viel“ werden soll.

Ein allgemeingültiges Richtig oder Falsch gibt es nicht. Ausschlaggebend sind Ihre Gewohnheiten, die Textur Ihrer Produkte (Puder vs. Creme) und das Ergebnis, das Sie anvisieren.


Zwei Strategien im Alltag: Wann welche Reihenfolge sinnvoll ist

Variante 1: Erst Augen, dann Teint
Diese Strategie spielt ihre Stärken aus, wenn:

  • Sie ein intensives oder dunkles Augen-Make-up planen
  • Sie mit losen oder hoch pigmentierten Lidschatten arbeiten
  • Sie wissen, dass Mascara und Eyeliner bei Ihnen gerne mal verschmieren

Möglicher Ablauf:

  1. Augenpartie vorbereiten (Augencreme, nach Bedarf Lidschatten-Base)
  2. Augen schminken: Lidschatten, Eyeliner, Mascara
  3. Fall-Out unter den Augen vorsichtig entfernen
  4. Danach Foundation, Concealer, Puder, Rouge/Blush auftragen
  5. Zum Schluss Augenbrauen definieren und Lippen schminken

Variante 2: Erst Teint, dann Augen
Diese Reihenfolge ist stimmig, wenn:

  • Ihr Augen-Make-up eher dezent bleibt
  • Sie kaum Fall-Out erwarten (z. B. bei Cremeprodukten)
  • Sie in kurzer Zeit ein frisches, „fertiges“ Gesamtbild möchten

Möglicher Ablauf:

  1. Hautpflege, anschließend Foundation oder getönte Pflege
  2. Concealer, Puder, Bronzer, Rouge
  3. Lidschatten, Eyeliner, Mascara
  4. Augenbrauen auffüllen und Lippen als Finish

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Unabhängig von der Reihenfolge tauchen ein paar Klassiker immer wieder auf:

  • Zu viel Produkt unter dem Auge:
    Ein dick aufgetragener Concealer betont Linien und ist schwer zu korrigieren, wenn Lidschatten darüber krümelt. Besser: in dünnen Schichten arbeiten und nach dem Augen-Make-up nur gezielt auffrischen.

  • Make-up auf noch feuchter Pflege:
    Wird Foundation oder Lidschatten auf nicht eingezogene Creme geschichtet, kann alles fleckig werden oder sich absetzen. Gönnen Sie der Pflege ein paar Minuten, bevor Sie weitermachen.

  • Augen-Make-up ohne Vorbereitung:
    Eine leicht gepflegte, nicht zu ölige Augenpartie und – wenn nötig – eine Base sorgen für bessere Haftung und gleichmäßigere Farbe.

  • Korrekturen mit zu viel Druck:
    Hektisches Rubbeln bei Patzern verschmiert das Make-up nur großflächiger. Sanft mit Wattestäbchen oder einem sauberen, kleinen Pinsel arbeiten ist hier die bessere Lösung.


Praktische Tipps für ein sauberes, professionell wirkendes Augen-Make-up

  • Bei Unsicherheit: mit den Augen starten.
    Dann bleibt der Teint sauber, selbst wenn Sie beim Lidschatten etwas ausprobieren.

  • „Schutzbarrieren“ nutzen, wenn nötig.
    Ein gefaltetes Kosmetiktuch unter dem Auge oder ein Hauch transparenter Puder fängt Krümel auf, ohne viel Aufwand.

  • In Schichten denken, nicht in dicken Schichten arbeiten.
    Gilt für Foundation und Concealer genauso wie für Lidschatten. So lassen sich Übergänge weicher gestalten und Fehler leichter ausbessern.

  • Zwischendurch das Gesamtbild prüfen.
    Gerade wenn Sie mit den Augen beginnen, lohnt sich ein Blick aus etwas Abstand, um zu sehen, ob Intensität und Form noch zum Gesicht passen.

  • Die Reihenfolge dem Anlass anpassen.
    Für einen schnellen Büro- oder Alltagslook reicht meist „erst Teint, dann Augen“. Für Smokey Eyes, kräftige Farben oder besondere Anlässe ist „erst Augen, dann Teint“ meist deutlich entspannter.


Kurz zusammengefasst

Ob Sie zuerst das Gesicht oder zuerst die Augen schminken, hängt von Look, Produkten und Routine ab. Für aufwendige, dunkle oder sehr pigmentierte Augen-Make-ups ist es praktischer, mit den Augen zu starten und den Teint anschließend zu perfektionieren. Für natürliche, schnelle Alltagsvarianten können Sie problemlos mit dem Teint beginnen. Entscheidend ist sauberes Arbeiten in dünnen Schichten und gezieltes Korrigieren – dann wirkt das Ergebnis in beiden Fällen stimmig.


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