Perfekt gerahmte Brauen: So setzen Sie Highlighter und Concealer gezielt ein
Ein strahlender Brauenbogen mit wenigen Handgriffen
Gut definierte Augenbrauen lassen ein Gesicht sofort strukturierter und frischer wirken. Highlighter und Concealer sind dabei weniger „Make-up-Gimmicks“ als präzise Werkzeuge: Sie betonen den Brauenbogen, glätten optisch die Kontur und können einen leichten Lifting-Effekt erzeugen.
Entscheidend ist nicht der Hype um ein bestimmtes Produkt, sondern die Technik dahinter: Wo platzieren Sie Concealer und Highlighter, welche Textur funktioniert bei Ihrer Haut – und wie verhindern Sie harte, sichtbare Kanten? Genau darum geht es im Folgenden.
Warum der Bereich rund um die Augenbrauen so viel ausmacht
Die Augenbrauen sind der Rahmen des Gesichts. Sie bestimmen, wie wach, klar und symmetrisch ein Make-up wirkt – selbst dann, wenn Sie sonst kaum etwas tragen.
Die Haut direkt um die Braue herum ist häufig etwas dünner, leicht gerötet oder unruhig. Nach dem Zupfen bleiben gern kleine Schatten und Stoppeln zurück. Concealer glättet diesen Bereich optisch, nimmt Rötungen raus und schafft eine gleichmäßige Basis.
Highlighter arbeitet anders: Er setzt kein „Make-up oben drauf“, sondern spielt mit Licht. Ein feiner Schimmer unter dem Brauenbogen öffnet den Blick, lässt die Braue angehoben wirken und macht den Bogen definierter. Die Kombination aus beidem modelliert die Braue klarer – ohne diesen übermalten, unnatürlichen Effekt, vor dem viele zu Recht zurückschrecken.
Schritt für Schritt zu präzise gerahmten Brauen
1. Augenbrauen in Form bringen
- Brauen zuerst durchkämmen, entweder leicht nach oben oder in Wuchsrichtung – je nachdem, wie strukturiert Sie den Look möchten.
- Lücken mit einem Brauenstift, -puder oder Gel auffüllen. Erst wenn die Grundform steht, lohnt sich der Feinschliff mit Concealer und Highlighter.
2. Concealer unter und über der Braue platzieren
- Eine kleine Menge Concealer mit einem feinen Pinsel oder der Fingerkuppe aufnehmen – wirklich sparsam dosieren.
- Unterhalb der Braue:
- Knapp unter der unteren Kante der Braue eine schmale Linie setzen, vorzugsweise vom inneren Drittel bis zum höchsten Punkt. Das schafft Klarheit im Bogen.
- Oberhalb der Braue:
- Deutlich zurückhaltender arbeiten. Nur entlang der oberen Kante im mittleren Bereich etwas Concealer setzen. So wird die Form geschärft, ohne dass die Braue wie „ausgeschnitten“ wirkt.
3. Sorgfältig ausblenden
- Mit einem kleinen, weichen Pinsel, einem Schwämmchen oder der Fingerkuppe den Concealer nach unten bzw. nach oben hin ausblenden.
- Direkt an der Brauenkante darf die Linie etwas klarer bleiben, der Übergang zur restlichen Haut sollte weich und unsichtbar verlaufen.
- Prüfen Sie im Spiegel aus einem Schritt Entfernung, ob noch Ränder oder sichtbare Linien bleiben.
4. Highlighter gezielt setzen
- Highlighter sparsam direkt unter den höchsten Punkt der Braue geben – nicht den gesamten Bogen entlang.
- Vor allem im äußeren Bereich arbeiten, das öffnet den Blick und wirkt eleganter als ein durchgehender Streifen.
- Produkt einklopfen oder mit einem kleinen Pinsel einarbeiten, bis nur noch ein feiner, sauber verblendeter Schimmer sichtbar ist.
Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden
Zu viel Produkt
Eine dicke Concealer-Schicht betont Fältchen eher, als sie zu kaschieren, und kann schnell maskenhaft wirken. Besser mit wenig beginnen und bei Bedarf nachlegen.
Zu heller oder zu dunkler Ton
Ein deutlich zu heller Concealer erzeugt den typischen „Umrandungs-Effekt“ um die Braue. Ideal sind Töne, die Ihrem Hautton sehr nahe kommen oder maximal einen Hauch heller sind.
Harter Highlighter-Streifen
Ein breiter, unverwischter Balken unter der Braue drückt den Blick eher nach unten, statt ihn zu öffnen. Ziel ist ein kleiner, weicher Lichtpunkt – kein Leuchtmarker.
Komplette Umrandung der Braue
Die Braue komplett mit Concealer nachzuziehen, wirkt schnell wie die klassische „Instagram-Brow“: perfekt, aber schwer und wenig alltagstauglich. Für die meisten Situationen reicht es, den unteren Bogen und bei Bedarf einen kleinen Abschnitt darüber zu definieren.
Feine Tricks für ein natürlich wirkendes Ergebnis
- Creme statt Puder bei trockener Haut: Cremige Concealer und Highlighter verschmelzen besser mit trockener Haut und wirken weniger kalkig.
- Puder zum Fixieren: Bei öliger oder Mischhaut macht ein hauchdünn aufgetragenes, transparentes Puder den Concealer haltbarer und verhindert Verrutschen.
- Pinselgröße anpassen: Kleine, flache Pinsel geben Kontrolle an der Brauenkante; fluffige, weich gebundene Pinsel sind ideal, um Übergänge zu verwischen.
- Auf das Licht achten: Schminken Sie sich möglichst bei Tageslicht oder neutralem Kunstlicht. Nur so sehen Sie realistisch, wie stark Concealer aufhellt und wie intensiv der Highlighter wirkt.
- Reihenfolge austesten: Manche kommen besser zurecht, wenn sie zuerst Concealer und Highlighter setzen und erst danach die Brauen auffüllen, andere umgekehrt. Probieren Sie aus, mit welcher Reihenfolge Ihre Kontur am saubersten wird.
Kurz zusammengefasst
Concealer glättet den Bereich um die Augenbrauen, nimmt Unruhe aus der Haut und schärft die Kontur. Highlighter bringt gezielt Licht unter den Brauenbogen und lässt den Blick offener und wacher wirken. Entscheidend sind sparsame Produktmengen, ein Ton nah am eigenen Hautton und sorgfältig verblendete Übergänge – dann wirken die Brauen klar definiert, ohne streng oder künstlich auszusehen.