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Wie finde ich die ideale Augenbrauenform für mein Gesicht?

Perfekt gerahmt: So finden Sie die ideale Augenbrauenform für Ihr Gesicht

Gut geformte Augenbrauen können ein Gesicht öffnen, den Blick wacher wirken lassen und Proportionen ruhiger erscheinen lassen. Deshalb stellt sich schnell die Frage: Welche Form passt wirklich zu mir – und nicht nur zum aktuellen Trend?
Entscheidend ist Ihre individuelle Gesichtsanatomie. Im Folgenden geht es darum, worauf es dabei ankommt, wie Sie strukturiert vorgehen können und welche typischen Fehler Sie sich sparen sollten.


Warum Augenbrauen so viel für Ihre Ausstrahlung tun

Augenbrauen sind mehr als ein Detail – sie rahmen das Gesicht, lenken den Blick zu den Augen und beeinflussen, ob wir streng, müde oder offen wirken. Gleichzeitig können sie harte Konturen abmildern oder weiche Züge klarer definieren.

Drei Faktoren sind dabei besonders wichtig:

  • Gesichtsform
    Harmonisch wirkt es meist, wenn die Brauen Ihre Gesichtsform ausgleichen statt betonen:

    • Rundes Gesicht: etwas klarere, leicht höhere Bögen können das Gesicht optisch strecken.
    • Längliches Gesicht: flachere, sanfter gebogene Brauen nehmen der Länge optisch etwas weg.
    • Eckiges Gesicht: weichere, leicht gerundete Brauen lassen harte Kanten milder wirken.
    • Ovales Gesicht: hier funktionieren viele Formen gut – oft reicht es, der natürlichen Linie zu folgen und sie dezent zu optimieren.
  • Natürlicher Haarwuchs
    Dichte, Wuchsrichtung und Verlauf setzen den Rahmen. Am stimmigsten wirkt es, wenn Sie diese natürliche Struktur respektieren und nur korrigieren, statt eine komplett neue Form zu erzwingen.

  • Mimik und Blick
    Sehr stark gebogene, extrem hochgezogene oder völlig flache Brauen verändern den Gesichtsausdruck – von dauerhaft überrascht bis streng. Ziel ist ein Ausdruck, der wach, aber entspannt wirkt.


Schritt für Schritt zur typgerechten Brauenform

Statt sich an Promi-Bildern oder Schablonen zu orientieren, können Sie mit ein paar einfachen Messpunkten Ihre eigene, passende Form bestimmen:

  1. Startpunkt bestimmen
    Nehmen Sie einen Stift und legen Sie ihn vom Nasenflügel aus senkrecht nach oben an. Dort, wo er die Braue trifft, beginnt in der Regel der natürliche Startpunkt.
    Rutschen Sie zu weit nach innen, wirkt der Blick schnell hart oder „zusammengezogen“. Liegt der Anfang zu weit außen, kann die Nase breiter erscheinen.

  2. Höchsten Punkt des Bogens finden
    Halten Sie den Stift vom Nasenflügel über die Mitte der Pupille (bei geradem Blick in den Spiegel). Der Schnittpunkt mit der Braue markiert meist den höchsten Punkt.
    Bei runden Gesichtern kann dieser Bogen etwas deutlicher sein, bei länglichen Gesichtern genügt ein sanfter, kaum sichtbarer Anstieg.

  3. Endpunkt ausmessen
    Legen Sie den Stift vom Nasenflügel zum äußeren Augenwinkel. Wo er die Braue schneidet, endet die natürliche Linie.
    Bricht die Braue deutlich davor ab, wirkt der Blick oft unvollständig oder „abgehackt“. Reicht sie weit über diesen Punkt hinaus, kann die Form hängend und müde erscheinen.

  4. Dicke und Fülle anpassen
    Ausgangspunkt ist die natürlich dichteste Stelle der Braue. Von dort darf sie nach außen hin schmaler werden – aber nicht so dünn, dass sie nur noch wie ein Strich wirkt.
    Leichte Verjüngung wirkt meist eleganter als ein abruptes, „abgeschnittenes“ Ende.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Einige Fehler tauchen immer wieder auf und lassen Brauen unruhig oder künstlich aussehen:

  • Zu viel wegzupfen
    Wer vor allem an der Unterkante radikal ausdünnt, verändert die Form oft dauerhaft – und riskiert Lücken, die unregelmäßig nachwachsen.

  • Beide Brauen zwanghaft angleichen
    Augenbrauen sind Geschwister, keine Zwillinge. Natürliche kleine Unterschiede wirken lebendig. Millimetergenau identische Formen können dagegen maskenhaft wirken.

  • Den Bogen zu weit nach außen legen
    Wandert der höchste Punkt zu stark Richtung Schläfe, sinkt der äußere Bereich optisch ab – das Auge wirkt dadurch schnell heruntergezogen.

  • Zu dunkle oder zu harte Nachzeichnung
    Scharf gezogene Linien oder deutlich dunklere Farben als das eigene Haar lassen die Brauen schnell „aufgemalt“ aussehen. Weich verblendete Produkte wirken meist glaubwürdiger.


Erprobte Tipps für natürlich passende Augenbrauen

Ein paar Grundregeln helfen, ohne großen Aufwand ein stimmiges Ergebnis zu erreichen:

  • Arbeiten Sie möglichst nicht an der natürlichen Oberkante, sondern korrigieren Sie in erster Linie sanft an der Unterkante und im Bereich zwischen den Brauen.
  • Entfernen Sie nur Haare, die klar außerhalb der zuvor definierten Form liegen – gern in mehreren Runden mit Abstand, statt alles in einem Durchgang zu entscheiden.
  • Nutzen Sie gutes, gleichmäßiges Licht und einen normalen Spiegel. Extrem vergrößernde Spiegel verleiten dazu, sich in Details zu verlieren und das Gesamtbild zu übersehen.
  • Richten Sie die Form nach der Gesichtsform, die Farbe nach Ihrem Naturhaar: Ein Ton in der Nähe der eigenen Haarfarbe oder leicht heller wirkt in den meisten Fällen am ausgewogensten.
  • Wenn Sie unsicher sind, lohnt sich eine einmalige professionelle Formbestimmung. Diese Grundform können Sie anschließend selbst nachpflegen.

Kurz zusammengefasst

Die ideale Augenbrauenform entsteht aus dem Zusammenspiel von Gesichtsform, natürlichem Haarwuchs und Ihrem individuellen Ausdruck – nicht aus Trendbögen oder starren Schablonen.
Wer Start-, Bogen- und Endpunkt grob vermisst, vorsichtig korrigiert und die natürliche Linie als Leitplanke nutzt, erreicht meist die harmonischsten Ergebnisse. Dabei gilt: lieber kleine, durchdachte Anpassungen als radikale Eingriffe, die Sie später mühsam wieder ausgleichen müssen.


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