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Warum kriecht mein Concealer in die Fältchen und wie verhindere ich das?

Wenn Concealer Fältchen betont: Warum das passiert – und was wirklich hilft

Concealer soll Augenringe ausgleichen und den Blick frischer wirken lassen. Umso ernüchternder, wenn er sich nach kurzer Zeit in kleinen Linien sammelt und genau das betont, was man eigentlich mildern wollte. In den seltensten Fällen liegt das allein am Produkt. Meist greifen mehrere Faktoren ineinander: Hautzustand, Texturwahl, Auftragetechnik und Produktmenge.

Im Folgenden erfahren Sie, warum Concealer „kriecht“ – und wie Sie mit ein paar gezielten Anpassungen deutlich ruhigere Ergebnisse erzielen.


Warum Concealer in Fältchen wandert

Concealer setzt sich vor allem dort ab, wo die Haut stark in Bewegung ist – also rund um die Augen. Die Haut ist hier besonders dünn, trockenheitsanfällig und von Natur aus fein gefaltet. Ein idealer Ort für Produkt, sich abzusetzen.

Typische Ursachen:

  • Zu viel Produkt
    Je dicker die Schicht, desto stärker sammelt sich der Concealer in Linien. Was nicht wirklich mit der Haut verschmilzt, sucht sich automatisch jede kleine Falte.

  • Trockene oder dehydrierte Haut
    Fehlt der Haut Feuchtigkeit und Spannkraft, wirkt sie weniger gepolstert. Kleine Rillen treten hervor – und bieten dem Concealer Angriffsfläche.

  • Unpassende Textur für Ihren Hauttyp
    Sehr cremige oder sehr trockene Formulierungen können gleichermaßen schwierig sein: Die einen rutschen, die anderen heben trockene Stellen hervor und wirken „krümelig“.

  • Keine oder ungeeignete Vorbereitung
    Wird die Haut nicht sinnvoll vorbereitet, bleibt der Concealer eher wie eine Schicht „auf“ der Haut liegen, statt mit ihr zu verschmelzen – und verschiebt sich entsprechend leichter.

  • Viel Bewegung, wenig Halt
    Blinzeln, Lachen, Mimik – die Augenpartie ist ständig in Bewegung. Ohne leichten Halt durch Puder oder eine passende Technik wandert das Produkt mit jeder Muskelbewegung.


Wie Sie Concealer vorbereiten und auftragen, damit er besser hält

Entscheidend ist die Kombination aus Vorbereitung, Produktwahl und Zurückhaltung bei der Menge.

1. Augenpartie sanft vorbereiten

  • Reinigen Sie die Haut mild und entfernen Sie Rückstände von Pflege oder Make-up.
  • Tragen Sie eine leichte, gut einziehende Augencreme oder Feuchtigkeitspflege auf.
  • Geben Sie der Pflege 5–10 Minuten, um einzuziehen. Reste, die noch glänzen oder „rutschen“, tupfen Sie vorsichtig ab.

2. Einen passenden Untergrund schaffen – wenn nötig

  • Bei sehr öliger Haut kann eine hauchdünne Schicht Primer helfen, den Concealer besser zu verankern.
  • Bei trockener Haut genügt oft eine gute Feuchtigkeitspflege. Zusätzliche Schichten machen die Partie schnell schwer und anfälliger fürs Creasen.

3. Weniger ist mehr – punktuell statt flächig

  • Setzen Sie wenige kleine Punkte Concealer nur dort, wo wirklich etwas abgedeckt werden soll (Schatten, Rötungen).
  • Arbeiten Sie das Produkt ein, indem Sie es mit Fingerkuppen, einem feuchten Schwämmchen oder einem Pinsel sanft einklopfen – nicht verreiben.

4. Kurz „setzen“ lassen

  • Warten Sie einige Minuten, bis sich der Concealer mit der Haut verbunden hat.
  • Überschüssiges Produkt nehmen Sie mit einem sauberen, trockenen Pinsel oder Schwämmchen behutsam ab, bevor Sie fixieren.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Zu viel Schichten
Mehrere Lagen Concealer und Foundation übereinander erzeugen selten ein glatteres Ergebnis. Im Gegenteil: Die Produktmasse sammelt sich schneller in Falten. Eine sehr dünne, gut verblendete Schicht wirkt meist harmonischer.

Sehr schwere, deckende Formulierungen im Alltag
Full-Coverage-Concealer betonen Unebenheiten leicht, weil sie starrer auf der Haut liegen. Für feine Fältchen sind flexiblere, leichtere Texturen oft die bessere Wahl.

Zu viel Puder zum Fixieren
Puder kann das Rutschen bremsen, trocknet aber in größerer Menge aus und macht Linien sichtbarer. Ein feiner Hauch reicht – nur dort, wo das Produkt wirklich fixiert werden muss.

Concealer bis direkt an die unteren Wimpern
Direkt am unteren Wimpernkranz arbeitet die Haut besonders stark. Wenn Sie zu Creasing neigen, geben Sie dort nur minimal Produkt hin oder lassen diesen Bereich teilweise frei. Oft reicht es, den Schatten etwas tiefer im Augenhöhlenbereich auszugleichen.


Erprobte Tipps für eine sichtbar glatter wirkende Augenpartie

  • Regelmäßig Feuchtigkeit zuführen
    Gut durchfeuchtete Haut wirkt praller, kleine Trockenheitsfältchen treten zurück – und Concealer findet weniger „Rillen“.

  • Die richtige Menge finden
    Starten Sie mit sehr wenig Produkt. Wenn nötig, punktuell etwas ergänzen, statt von Beginn an großzügig aufzutragen.

  • Fixieren mit Fingerspitzengefühl
    Verwenden Sie ein sehr feines, möglichst leichtes Puder und nur eine minimale Menge. Am besten mit einem kleinen Pinsel oder einem kaum gepuderten Schwämmchen sanft einklopfen, nicht „baken“.

  • Alltagstaugliche Deckkraft wählen
    Leichte bis mittlere Deckkraft wirkt im Alltag oft natürlicher und bewegt sich flexibler mit der Haut, während sehr dichte Texturen schneller brechen oder sich absetzen.

  • Tageslichtcheck
    Wer die Möglichkeit hat, wirft kurz im Tageslicht einen Blick in den Spiegel. So sehen Sie früh, ob sich etwas abgesetzt hat, und können mit Finger oder Schwämmchen leicht nacharbeiten.


Kurz zusammengefasst

Concealer wandert vor allem dann in Fältchen, wenn die Haut zu trocken ist, zu viel Produkt verwendet wird oder die Textur nicht zum eigenen Hauttyp passt. Mit einer gut vorbereiteten Augenpartie, sehr sparsamer Dosierung, sorgfältigem Einklopfen und zurückhaltendem Fixieren lässt sich Creasing deutlich reduzieren.

Die Haut unter den Augen wird nie völlig faltenfrei aussehen – sie ist dafür zu beweglich. Aber sie kann deutlich glatter, frischer und ausgeglichener wirken, wenn Produkt und Technik zur Haut passen.


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