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Wie kann ich meinen Concealer im Laufe des Tages auffrischen, ohne das Make-up zu ruinieren?

Frisch aussehen bis Feierabend: So frischen Sie Ihren Concealer auf, ohne das Make-up zu zerstören

Am Morgen sitzt der Teint, alles wirkt ebenmäßig – und ein paar Stunden später sind Augenringe, Rötungen oder Unreinheiten wieder da. Concealer leistet zwar gute Arbeit, aber er bleibt nun einmal kein starres „Filter“-Produkt. Viele lassen deshalb lieber alles, wie es ist, aus Angst, dass Nachbessern das Make-up schwer, fleckig oder maskenhaft wirken könnte.

Im Folgenden geht es darum, warum Concealer sich im Laufe des Tages verändert, wie Sie ihn gezielt auffrischen, ohne die Basis zu zerstören, und welche kleinen Gewohnheiten dafür sorgen, dass Ihr Teint bis zum Abend natürlich frisch bleibt.


Warum Concealer im Laufe des Tages „arbeitet“ – und was dahintersteckt

Concealer verhält sich auf der Haut nie völlig stabil. Er reagiert auf alles, was im Laufe des Tages auf Ihrer Haut passiert:

  • Hautfett (Talg): Die Haut produziert kontinuierlich Öl. Dadurch kann Concealer glänzend, fleckig oder rutschig wirken.
  • Mimik und Bewegung: Lachen, Blinzeln, Sprechen – die Haut bewegt sich ständig. Besonders unter den Augen neigt Concealer dazu, sich in feinen Linien abzusetzen.
  • Feuchtigkeit und Umgebung: Klimaanlagen, trockene Heizungsluft oder hohe Luftfeuchtigkeit trocknen die Haut aus oder bringen sie zum Glänzen. Beides verändert die Textur des Concealers.
  • Reibung: Brillenbügel, Masken, Hände im Gesicht oder das Abstützen am Schreibtisch tragen Produkt Stück für Stück ab.

Wenn man das im Hinterkopf behält, wird klar: Auffrischen heißt nicht „eine Schicht oben drauf“, sondern Textur ausgleichen, Übergänge weicher machen und die Frische zurückholen.


Schritt für Schritt: So frischen Sie Concealer unterwegs schonend auf

Damit Ihre Basis intakt bleibt, reicht eine kleine, aber durchdachte Routine:

  1. Glanz zuerst sanft abnehmen
    Bevor neues Produkt ins Spiel kommt, überschüssiges Öl mit einem sauberen Kosmetiktuch oder Blotting-Papier abtupfen. Nicht wischen, nur leichten Druck ausüben – sonst verschieben Sie die bestehende Schicht.

  2. Feuchtigkeitskick für trockene Partien
    Wirkt die Partie unter den Augen trocken, krümelig oder „müde“, hilft ein Hauch Feuchtigkeit: etwa ein winziger Klecks leichte Creme oder ein feiner Nebel eines Feuchtigkeitssprays auf den Finger gesprüht. Sanft mit dem Ringfinger einklopfen. So wird die vorhandene Textur wieder geschmeidig, ohne dass Sie alles neu machen müssen.

  3. Minimal Concealer nachlegen
    Jetzt nur dort nacharbeiten, wo es wirklich nötig ist:

    • unter den Augen vor allem im inneren Augenwinkel
    • bei Unreinheiten ganz gezielt auf den Punkt
      Nehmen Sie nur eine sehr kleine Menge und klopfen Sie sie mit Finger oder Mini-Schwämmchen ein. Nicht verreiben – Klopfen verbindet neue und alte Schicht besser.
  4. Sanft fixieren
    Falls Ihre Haut schnell glänzt, können Sie anschließend mit einer hauchdünnen Schicht Puder fixieren. Wirklich nur einen Hauch – eher antippen als abpudern, sonst wirkt die Fläche schnell trocken oder pudrig.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Beim Auffrischen wiederholen sich ein paar Fehler regelmäßig:

  • Zu viel Produkt auf einmal
    Viele reagieren auf Schatten und Rötungen mit deutlich mehr Produkt, als nötig wäre. Das Ergebnis: pastige, sichtbare Schichten. Besser: in sehr kleinen Mengen arbeiten und lieber zweimal minimal nachlegen als einmal überladen.

  • Concealer auf glänzender, ungeölter Haut
    Wird Concealer direkt auf eine ölige Fläche gegeben, haftet er schlechter und verschmiert schneller. Glanz daher immer zuerst abtupfen, erst dann korrigieren.

  • Reiben statt Klopfen
    Reibende Bewegungen lösen die Basis und verschieben Pigmente. Mit klopfenden Bewegungen verschmelzen altes und neues Produkt, ohne die Schichten zu zerstören.

  • Zu viel Puder als „Rettung“
    Wenn Concealer bereits bröckelt oder trocken aussieht, verschlimmert eine dicke Puderschicht das Ganze in der Regel. Besser: erst mit etwas Feuchtigkeit glätten, Textur beruhigen – und danach nur ganz leicht fixieren.


Erprobte Tipps für ein langanhaltend frisches Concealer-Finish

Ein paar Gewohnheiten machen den Unterschied zwischen ständigem Nachschminken und gelegentlichem, gezieltem Touch-up:

  • Weniger ist mehr am Morgen
    Eine dünne Concealer-Schicht lässt sich später wesentlich schöner auffrischen als mehrere dichte Lagen. Sie haben mehr Spielraum, ohne dass das Ergebnis maskenhaft wirkt.

  • Augenpartie gut, aber gezielt pflegen
    Eine ausgewogene Pflege – also nicht zu reichhaltig, nicht zu austrocknend – bildet die beste Basis. So setzt sich Concealer weniger in Linien ab und bleibt länger flexibel.

  • Gesicht möglichst wenig berühren
    Jede unbewusste Berührung trägt Produkt ab oder verschiebt es. Wer sich angewöhnt, das Gesicht seltener anzufassen, spart sich einiges an Korrekturaufwand.

  • Kleine Touch-up-Routine für unterwegs
    Mehr braucht es nicht: ein sauberes Schwämmchen, Blotting-Papiere und ein Concealer in der Handtasche. Damit lassen sich die meisten „Tiefpunkte“ des Tages schnell ausgleichen.


Kurz zusammengefasst

Damit Concealer beim Auffrischen nicht schwer oder unruhig wirkt, kommt es weniger auf die Produktmenge an als auf die Reihenfolge: zuerst Glanz und Trockenheit ausgleichen, dann mit wenig Produkt punktuell arbeiten und alles sanft einklopfen. In Kombination mit einer gut vorbereiteten Haut und einer bewusst leichten Hand am Morgen bleibt das Ergebnis bis zum Abend natürlich, gleichmäßig und wach.


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