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Welche Deckkraft sollte meine Foundation haben: leicht, mittel oder stark?

Welche Deckkraft passt zu mir? So finden Sie die richtige Foundation-Stärke

Die eine „perfekte“ Deckkraft gibt es nicht – aber es gibt die, mit der Sie sich im Spiegel wiedererkennen. Ob leicht, mittel oder stark: Jede Deckkraft hat ihren Platz, ihre Grenzen und ihren ganz eigenen Look. Im Folgenden geht es darum, wie Sie die passende Intensität für Ihren Alltag, Ihre Haut und Ihren Stil finden, worauf es dabei tatsächlich ankommt – und welche typischen Fehler sich vermeiden lassen.


Leicht, mittel, stark – was Deckkraft bei Foundation wirklich bedeutet

Deckkraft beschreibt, wie stark eine Foundation das sichtbare Hautbild verändert: Wie viel Ihrer natürlichen Hautstruktur noch durchkommt – und wie viel optisch „gelöscht“ wird.

  • Leichte Deckkraft
    Wirkt transparent bis sanft ausgleichend. Hautstruktur, Sommersprossen und leichte Rötungen bleiben sichtbar, nur etwas geglättet. Ideal, wenn Sie einen „No-Make-up“-Look mögen oder Ihre Haut relativ ruhig ist und Sie eher Frische als Verhüllung suchen.

  • Mittlere Deckkraft
    Gleicht deutlich aus, ohne die Haut komplett zu überdecken. Rötungen, kleinere Unreinheiten und leichte Pigmentflecken werden abgeschwächt, der Teint wirkt gleichmäßiger, bleibt aber als Haut erkennbar. Für viele ist das die alltagstauglichste Variante.

  • Hohe bzw. starke Deckkraft
    Deckt konsequent. Unreinheiten, stärkere Rötungen, markante Flecken werden weitgehend kaschiert, das Hautbild erscheint sehr ebenmäßig. Der Effekt kann schnell „geschminkt“ wirken, wenn Sie zu viel Produkt nehmen oder ungründlich verblenden.

Entscheidend ist: Mehr Deckkraft ist weder automatisch besser noch schlechter. Sie muss zu Ihrer Haut, der Situation und Ihrem persönlichen Komfort passen.


So wählen Sie die passende Deckkraft für Ihren Alltag

Wenn Sie unsicher sind, helfen drei einfache Fragen, sich zu orientieren – realistischer als jede Produktbeschreibung:

  1. Wie viel von meiner Haut möchte ich noch sehen?

    • Viel Haut, kaum sichtbares Make-up: eher leichte Deckkraft
    • Ausgeglichen, aber noch deutlich als Haut erkennbar: mittlere Deckkraft
    • Möglichst ebenmäßig und „perfektioniert“: eher starke Deckkraft
  2. Wie sieht mein Alltag aus?

    • Büro, Uni, Homeoffice, wenig Zeit am Morgen: leichte bis mittlere Deckkraft, weil sie sich schneller auftragen und leichter korrigieren lässt.
    • Längere Tage, Meetings, Events, vielleicht Fotos: meist mittlere Deckkraft, die Sie bei Bedarf etwas aufbauen können.
    • Abendevents, Feiern, besondere Anlässe mit Fokus auf Make-up: je nach gewünschtem Look mittlere bis starke Deckkraft.
  3. Wie verhält sich meine Haut aktuell?

    • Relativ ruhig, nur einzelne Unreinheiten: leichte oder mittlere Deckkraft, punktuell mit Concealer ergänzt.
    • Sichtbare Rötungen, mehrere Unreinheiten: oft angenehmer mit mittlerer Deckkraft, die sich gezielt verstärken lässt, statt direkt zur Vollabdeckung zu greifen.
    • Deutlich unruhiges Hautbild: Viele wählen instinktiv starke Deckkraft, fühlen sich damit später aber „zugespachtelt“. Eine gut schichtbare mittlere Deckkraft kann hier überraschend harmonisch und weniger belastend wirken.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Zu starke Deckkraft im Alltag
Was im Badspiegel makellos wirkt, kann im Tageslicht plötzlich massiv und unruhig aussehen. Für den Alltag reicht oft eine mittlere Deckkraft plus punktueller Concealer – das nimmt weniger Präsenz ein und wirkt meist moderner.

Zu viel Produkt auf einmal
Nicht nur die Formulierung, auch die Menge entscheidet über die Deckkraft. Zu dick aufgetragen, setzt sich Foundation gerne in Poren, Fältchen und an trockenen Stellen ab. Weniger ist hier tatsächlich mehr – und sieht teurer aus, als es ist.

Deckkraft mit Pflege verwechseln
Foundation korrigiert optisch, sie löst aber keine Hautprobleme. Trockene, sehr fettige oder entzündliche Haut wirkt auch unter starker Deckkraft selten „makellos“, eher schnell unruhig oder cakey. Eine solide Hautpflege sorgt dafür, dass jede Foundation besser aussieht – unabhängig von der Deckkraft.

Ein Produkt soll alles können
Die eine Foundation, die für Hitzewelle, Büro, Club und Hochzeitsfotos gleichermaßen ideal ist, gibt es kaum. Sie können zwar mit Auftragstechnik viel steuern, aber manchmal ist es sinnvoll, unterschiedliche Stärken zuzulassen: im Alltag dezenter, für besondere Anlässe intensiver – zur Not mit derselben Foundation, einfach unterschiedlich geschichtet.


Praxistipps für ein natürliches Finish – egal welche Deckkraft Sie wählen

  • Mit wenig beginnen
    Starten Sie mit einer dünnen Schicht, verteilt vom Zentrum des Gesichts nach außen. Dann schauen Sie im Spiegel: Wo brauchen Sie wirklich mehr? So behalten Sie Kontrolle statt im ersten Schritt zu überladen.

  • Gezielt statt flächig arbeiten
    Konzentrieren Sie mehr Produkt auf Zonen, die Sie stören (Wangen, Kinn, Nasenflügel) und lassen Sie Bereiche mit schöner Haut (Stirn, Schläfen, oft der obere Wangenbereich) leichter. Das Gesicht behält Dimension, statt flach „zugedeckt“ zu wirken.

  • Deckkraft lieber aufbauen als wechseln
    Viele Foundations mit mittlerer Deckkraft lassen sich in Richtung stark schichten, wenn Sie in dünnen Lagen arbeiten. So brauchen Sie nicht für jeden Anlass ein anderes Produkt, sondern variieren den Effekt über die Menge.

  • Tageslicht-Check nicht vergessen
    Werfen Sie einen kurzen Blick im Tageslicht, ideal am Fenster. Sieht die Haut noch nach Haut aus, mit Licht und Schatten – oder eher wie eine glatte Maske? Entsprechend können Sie Produkt wegnehmen, ausblenden oder punktuell etwas ergänzen.

  • Concealer strategisch einsetzen
    Statt das komplette Gesicht mit hoher Deckkraft zu versehen, können Sie eine leichtere Foundation wählen und nur einzelne Stellen mit Concealer verstärken. Das Ergebnis wirkt häufig frischer und weniger „angestrengt“.


Kurz zusammengefasst

Leichte Deckkraft passt, wenn Sie Ihre Haut grundsätzlich mögen und nur etwas ausgleichen oder frischer wirken lassen möchten.
Mittlere Deckkraft ist der Allrounder: ausreichend Ausgleich für die meisten Alltagssituationen, ohne das Gesicht zu „verkleiden“.
Starke Deckkraft kann bei sehr unruhiger Haut oder zu besonderen Anlässen sinnvoll sein, kippt aber leicht ins Maskenhafte, wenn Sie sie zu großzügig auftragen.

Ausschlaggebend ist nicht, was theoretisch „empfohlen“ wird, sondern womit Sie sich in Ihrer Haut – und mit Ihrem Spiegelbild – wohlfühlen. Die Technik und die Dosierung sind dabei mindestens so wichtig wie das Produkt selbst.


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