Strahlende Akzente: Wo Sie Highlighter auftragen und welche Textur zu Ihnen passt
Ein gut gesetzter Highlighter lässt das Gesicht frischer, wacher und jugendlicher wirken. Wichtig ist, wo Sie den Schimmer platzieren und welche Textur zu Ihrer Haut und Ihrem Stil passt. Die folgenden Abschnitte zeigen, welche Gesichtspartien sich eignen, wie Sie Highlighter passend zu Ihrem Hauttyp wählen und worauf Sie beim Auftragen achten.
Lichtpunkte im Gesicht: Wo Highlighter seine Wirkung entfaltet
Highlighter imitiert natürliches Licht auf der Haut. Er kommt auf Stellen, die auch von der Sonne oder einer Lampe zuerst getroffen werden. Diese Bereiche werden oft als „high points“ des Gesichts bezeichnet.
Typische Bereiche sind:
Obere Wangenknochen
Ein sanfter Schimmer auf den Wangenknochen lässt das Gesicht definierter und frischer wirken.
Nasenrücken (vorsichtig dosiert)
Ein feiner Strich auf dem Nasenrücken streckt das Gesicht optisch. An der Nasenspitze reicht oft ein sehr kleiner Punkt oder Sie lassen ihn weg, wenn Ihre Nase ohnehin prominent ist.
Brauenbogen
Ein Hauch Highlighter direkt unter dem höchsten Punkt der Augenbraue öffnet den Blick und lässt das Augen-Make-up klarer wirken.
Innerer Augenwinkel
Highlighter am inneren Augenwinkel sorgt für einen wachen, offenen Blick und kann bei Müdigkeit hilfreich sein.
Amorbogen (über der Oberlippe)
Ein kleiner Schimmerbogen über der Oberlippe betont die Lippenkontur, ohne künstlich zu wirken.
Mittig auf dem Kinn
Ein dezenter Punkt auf der Kinnmitte kann das Gesicht harmonisch abrunden, vor allem bei eher mattem Make-up.
Je nach Gesichtsform und Stil müssen nicht alle Bereiche gleichzeitig betont werden. Oft reichen zwei bis drei Zonen für einen natürlichen Glow.
Creme, Puder oder Flüssig-Highlighter: So finden Sie Ihre ideale Textur
Eine allgemeingültige beste Textur gibt es nicht. Die Wahl hängt von Hauttyp, Make-up-Gewohnheiten und gewünschtem Finish ab.
Creme-Highlighter
- Wirken meist besonders natürlich und nah an der Hautoptik
- Eignen sich gut für normale bis trockene Haut
- Lassen sich mit den Fingern einklopfen und sind für dezente Alltagslooks geeignet
- Können auf sehr fettiger Haut schneller verrutschen
Puder-Highlighter
- Halten meist länger, vor allem auf normaler bis fettiger Haut
- Lassen sich mit einem Pinsel präzise auftragen
- Sind sinnvoll, wenn Sie bereits Puder oder ein komplettes Make-up tragen
- Können auf sehr trockener oder schuppiger Haut unruhig wirken
Flüssig-Highlighter
- Sind vielseitig: pur, mit Foundation oder mit Tagespflege mischbar
- Eignen sich für alle Hauttypen, wenn die Formulierung passt
- Können je nach Menge von subtil bis intensiv wirken
- Erfordern etwas Übung, damit keine Ränder entstehen
Grobe Orientierung:
- Trockene Haut: häufiger Creme oder flüssige Texturen
- Normale Haut: alle Texturen möglich, je nach gewünschtem Effekt
- Fettige Haut: eher Puder oder leicht formulierte Flüssig-Highlighter
Typische Stolperfallen und wie Sie sie vermeiden
Zu viel Produkt auf einmal
Ein sehr starker Schimmer betont Poren und Unebenheiten. Arbeiten Sie lieber in dünnen Schichten und steigern Sie langsam.
Highlighter auf ausgeprägten Hautunebenheiten
Auf tiefen Fältchen, stark vergrößerten Poren oder deutlichen Unreinheiten macht Highlighter diese sichtbarer. In solchen Bereichen besser sparsam verwenden oder darauf verzichten.
Falsche Platzierung bei Misch- oder fettiger Haut
In stark öligen Zonen, zum Beispiel in der Mitte der Stirn, wirkt zusätzlicher Glanz schnell speckig. Diese Bereiche besser mattieren und Highlighter auf weniger glänzende Partien setzen.
Unpassende Farbe
Zu dunkle oder stark farbige Highlighter können fleckig wirken. Als grobe Orientierung:
- sehr helle Haut: eher champagner- oder perlartige Töne
- mittlere Haut: goldige oder pfirsichfarbene Nuancen
- dunklere Haut: warme, bronzige oder goldene Töne
Dezenter Glow im Alltag: Praktische Anwendungstipps
Aufbauen statt korrigieren
Tragen Sie zunächst eine kleine Menge auf, prüfen Sie im Tageslicht und fügen Sie bei Bedarf etwas hinzu. Korrekturen sind aufwendiger.
Werkzeug passend zur Textur wählen
- Creme oder Flüssig: Fingerkuppen oder ein kleiner, dichter Pinsel, Produkt leicht einklopfen
- Puder: weicher, kleiner Pinsel für präzise Platzierung
Reihenfolge beachten
- Creme- oder Flüssig-Highlighter: nach der Foundation, vor Puder auftragen
- Puder-Highlighter: nach Foundation und Puder verwenden
Natürliches Licht nutzen
Kontrollieren Sie das Ergebnis möglichst am Fenster. Kunstlicht kann den Glanz anders wirken lassen als Tageslicht.
Kurz zusammengefasst
Highlighter wirkt am besten auf den natürlichen Lichtpunkten des Gesichts: Wangenknochen, Brauenbogen, innerer Augenwinkel, Amorbogen sowie dezent auf Nase und Kinn. Die passende Textur richtet sich nach Ihrem Hauttyp und dem gewünschten Finish. Creme und Flüssig wirken meist besonders natürlich, Puder bietet Haltbarkeit und Präzision. Mit einer passenden Farbe, sparsamer Dosierung und gezielter Platzierung bleibt Highlighter ein Werkzeug für Frische und Strahlkraft und wird nicht zum auffälligen Glitzerfleck.
Häufig gestellte Fragen zu Highlighter
Kann ich Highlighter auch ohne Foundation tragen?
Ja. Besonders Creme- und Flüssig-Highlighter lassen sich direkt auf der nackten Haut oder über einer leichten getönten Pflege verwenden.
Wie erreiche ich einen sehr natürlichen „No-Make-up“-Glow?
Verwenden Sie wenig Produkt in Creme- oder Flüssigform und tragen Sie es nur auf Wangenknochen und inneren Augenwinkel auf. Gründlich verblenden, bis keine Ränder mehr sichtbar sind.
Ist Highlighter bei reifer Haut geeignet?
Ja, wenn er dezent dosiert und sorgfältig platziert wird. Feine, nicht glitzernde Texturen betonen Fältchen meist weniger.
Kann ich Highlighter mit meiner Tagespflege mischen?
Eine kleine Menge flüssiger Highlighter lässt sich mit Tagespflege mischen, um einen leichten Glow auf dem ganzen Gesicht zu erzielen. Bei sehr fettiger Haut oder starker Neigung zu Unreinheiten sollten Sie vorsichtig testen, wie die Haut reagiert.