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Wie finde ich die passende Lippenstiftfarbe für meinen Hautton?

Welche Lippenstiftfarbe passt zu mir? So finden Sie den perfekten Ton für Ihren Hautton

Die Suche nach der passenden Lippenstiftfarbe fühlt sich oft an wie ein kleiner Irrweg: Ein Ton wirkt zu grell, der nächste macht blass, ein anderer beißt sich mit dem Teint – und plötzlich passt der gesamte Look nicht mehr zusammen.
Mit ein wenig System lässt sich dieses Rätsel aber gut eingrenzen.

Im Folgenden geht es darum, wie Sie Ihren Hautton und Unterton realistisch einschätzen, welche Farben erfahrungsgemäß harmonieren – und wie Sie Lippenstift im Alltag testen, ohne sich von jedem Trend verunsichern zu lassen.


Hautton, Unterton, Pigmentierung: Was wirklich entscheidend ist

Bei Lippenstift sind im Kern zwei Faktoren ausschlaggebend: Ihr Hautton und Ihr Unterton.

  • Hautton beschreibt, wie hell oder dunkel Ihre Haut ist – von sehr hell über mittel bis dunkel.
  • Unterton ist die feine Farbstimmung unter der Haut, meist:
    • kühl (rosé, bläulich),
    • warm (golden, pfirsichfarben),
    • neutral (eine Mischung aus beidem).

Viele achten nur auf „hell“ oder „dunkel“ und übersehen den Unterton. Genau der sorgt jedoch dafür, dass eine Farbe sich harmonisch einfügt – oder eben so wirkt, als würde sie nicht zum Rest des Gesichts gehören.

Typische Anhaltspunkte:

  • Kühler Unterton: Adern am Handgelenk erscheinen eher blau, Silberschmuck wirkt meist stimmiger.
  • Warmer Unterton: Adern wirken grünlich, Goldschmuck fügt sich natürlicher ein.
  • Neutraler Unterton: Beides steht, ohne dass eine klare Richtung dominiert.

Auch die natürliche Lippenpigmentierung spielt mit hinein:
Dunkle, stark pigmentierte Lippen lassen viele Farben intensiver und kühler erscheinen. Sehr helle Lippen „schlucken“ dagegen etwas Farbe, Töne wirken dann oft weicher und minimal wärmer.


Farbwahl im Alltag: So nähern Sie sich Ihrem idealen Lippenstift

Statt direkt zum Statement-Rot oder Neon-Pink zu greifen, erleichtert ein systematischer Ansatz die Auswahl:

  1. Eigene Lippenfarbe genau anschauen
    Ihre „My Lips But Better“-Farben sind ein guter Startpunkt: Töne, die nur einen Hauch intensiver oder leicht rosiger/bräunlicher sind als Ihre natürliche Lippenfarbe, wirken selten fremd.

  2. Nach Hautton grob vorsortieren

    • Helle Haut: zarte Rosé- und Nudetöne, leichte Beeren, klare, eher klassische Rottöne.
    • Mittlere Haut: Koralle, Rosenholz, gedeckte Rot-, Beeren- und Pflaumentöne.
    • Dunkle Haut: satte Beeren-, Pflaumen- und Rottöne sowie tiefere, warme Nudes.
  3. Unterton gezielt einbeziehen

    • Kühle Untertöne: blaustichige Rot-, Pink- und Beerentöne wirken meist besonders stimmig.
    • Warme Untertöne: Koralle, Tomatenrot, Pfirsich, Apricot und Terrakotta harmonieren gut.
    • Neutrale Untertöne: können je nach Vorliebe sowohl kühlere als auch wärmere Farben problemlos tragen.
  4. Im Tageslicht testen
    Ein Swatch auf dem Handrücken ist nur eine grobe Orientierung. Entscheidend ist, wie der Lippenstift auf den Lippen im natürlichen Licht wirkt – idealerweise nahe am Fenster oder draußen.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Ein paar Klassiker tauchen immer wieder auf:

  • Blind nach Trends kaufen
    Nur weil eine Farbe auf Social Media funktioniert, heißt das nicht, dass sie zu Ihrem Hautton oder Stil passt. Entscheidend ist, ob der Lippenstift Ihr Gesicht ruhiger und frischer wirken lässt – nicht nur das Bild im Feed.

  • Zu helle Nudetöne wählen
    Besonders bei mittlerer bis dunkler Haut können sehr blasse Nudes schnell „ausradiert“ aussehen und müde machen. Ein Hauch Wärme oder etwas mehr Tiefe wirkt meist natürlicher.

  • Kontrast falsch einschätzen
    Auf sehr heller Haut können extrem dunkle Farben schnell hart oder „angemalt“ wirken. Auf dunkler Haut sehen sehr helle Rosé- oder Nudetöne hingegen oft kreidig oder aschig aus. Ein kleiner Schritt in die eine oder andere Richtung (etwas wärmer, etwas tiefer) reicht häufig schon.

  • Nur auf Kunstlicht vertrauen
    Badlicht ist selten neutral. Was dort weich und schmeichelnd wirkt, kann draußen plötzlich grell oder fahl aussehen. Neue Farben daher möglichst im Tageslicht beurteilen.


Praktische Beauty-Tipps für eine Lippenfarbe, die wirklich zu Ihnen passt

  • Mit transparenten Texturen beginnen
    Glosse, Tints oder leichte, transparente Lippenstifte verzeihen kleine Fehlgriffe. So können Sie sich an kräftigere Töne herantasten, ohne dass der Look sofort „geschminkt“ oder streng wirkt.

  • Konturen weicher halten
    Bei sehr dunklen oder knalligen Farben wirken weich ausgeblendete Ränder oft moderner und tragbarer als scharf gezogene Konturen. Ein Auftrag mit dem Finger – einklopfen statt flächig aufmalen – lässt viele Farben harmonischer wirken.

  • Rouge und Lippen aufeinander abstimmen
    Wenn Blush und Lippenstift in einer ähnlichen Farbfamilie liegen (z. B. beide rosig oder beide warm pfirsich-/bronzetönig), wirkt das Gesamtbild automatisch stimmiger, ohne dass man genau erkennt, warum.

  • Fototest nutzen
    Ein schnelles Foto im Tageslicht mit verschiedenen Farben zeigt oft klarer als der Spiegel, welche Töne Sie frisch, wach und lebendig wirken lassen – und welche Sie eher ausbleichen.


Kurz zusammengefasst

Die passende Lippenstiftfarbe ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Hautton, Unterton und Ihrer natürlichen Lippenfarbe. Helle, mittlere und dunkle Hauttypen profitieren von unterschiedlichen Nuancen, doch der Unterton entscheidet oft darüber, ob ein Ton ruhig und stimmig wirkt oder das Gesicht unruhig macht. Wer Schritt für Schritt testet, im Tageslicht prüft und sich nicht allein von Trends leiten lässt, findet verlässliche Favoriten für Alltag und besondere Anlässe.


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