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Was ist der Unterschied zwischen losem und gepresstem Puder?

Loses oder gepresstes Puder? Der feine Unterschied, der Ihr Make-up entscheidet

Für viele gehört Puder ganz selbstverständlich zur täglichen Routine – bis man vor dem Regal steht und sich fragt: Was nehme ich jetzt eigentlich – lose oder gepresst? Auf den ersten Blick wirken beide ähnlich, auf der Haut verhalten sie sich aber deutlich unterschiedlich. Die Entscheidung beeinflusst, wie lange Ihr Make-up hält, wie es aussieht und wie unkompliziert es sich im Alltag anwenden lässt. Hier lesen Sie, worin sich loser und gepresster Puder wirklich unterscheiden, für wen welche Variante sinnvoll ist und wie Sie beide gezielt einsetzen.


Zwei Texturen, ein Ziel: Was Puder eigentlich leisten soll

Im Kern verfolgen beide Formen dasselbe Ziel:
Puder soll den Teint mattieren, Make-up fixieren und das Hautbild optisch ausgleichen.

Loses Puder

  • besteht aus sehr fein gemahlenem Pulver
  • kommt meist in Döschen mit Siebeinsatz
  • fühlt sich auf der Haut oft besonders leicht und weich an

Er ist ideal, um Foundation zu fixieren, Glanz zu nehmen und ein möglichst natürlich wirkendes Finish zu erzielen. Durch die feine Textur lässt er sich gut verblenden und sorgt schnell für einen weichgezeichneten, fast gefilterten Look – vorausgesetzt, man dosiert ihn zurückhaltend.

Gepresster Puder

  • ist im Grunde loser Puder, der mit Bindemitteln zu einem festen Pfännchen gepresst wird
  • steckt meist in einer kompakten Dose mit Spiegel
  • ist robust, krümelt weniger und passt problemlos in jede Tasche

Er spielt seine Stärken vor allem unterwegs aus: zum schnellen Nachpudern, um glänzende Stellen zu entschärfen oder das Hautbild zwischendurch etwas zu glätten.

Der entscheidende Unterschied liegt also weniger in der Aufgabe, sondern in Textur, Handhabung und der Intensität des sichtbaren Ergebnisses.


So setzen Sie loses und gepresstes Puder im Alltag sinnvoll ein

Nicht nur die Produktwahl, auch die Auftragsweise prägt das Finish.

Losen Puder verwenden Sie am besten so:

  • Nach der Foundation mit einem großen, weichen Puderpinsel aufnehmen
  • Überschuss am Dosenrand sorgfältig abklopfen
  • In sanften, streichenden oder leicht tupfenden Bewegungen über T-Zone und andere glänzende Bereiche geben
  • Für bessere Haltbarkeit von Augen- oder Lippenprodukten kleine Mengen gezielt auf die entsprechenden Partien setzen

Gepressten Puder nutzen Sie idealerweise so:

  • Mit einem Pinsel, wenn das Ergebnis leicht und natürlich bleiben soll
  • Mit Schwämmchen oder Quaste, wenn Sie stärker mattieren oder ein etwas deckenderes Finish wünschen
  • Vor allem unterwegs: gezielt nur dort auftragen, wo tatsächlich Glanz entstanden ist, statt das ganze Gesicht zu überpudern

Bei eher öliger oder Mischhaut kann loses Puder morgens eine gute Basis für längeren Halt schaffen, während gepresster Puder in der Handtasche praktische Dienste leistet, um den Teint im Laufe des Tages wieder zu beruhigen.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Puder kann viel retten, aber auch einiges verschlimmern. Häufige Fehler:

  • Zu viel Produkt auf einmal:
    Überschüssiges Puder setzt sich schneller in Poren und Fältchen ab und lässt die Haut trocken, stumpf oder maskenhaft wirken. Weniger ist hier tatsächlich mehr.

  • Unpassendes Werkzeug:
    Mit der mitgelieferten Quaste wird das Ergebnis schnell kompakt und sichtbar „gepudert“. Ein gut gebundener, weicher Pinsel verteilt das Produkt feiner und erzeugt meist ein ruhigeres, natürlicheres Finish.

  • Immer wieder großflächig nachpudern:
    Mehrere Schichten übereinander können das Hautbild unruhig und „zugebaut“ wirken lassen. Besser: Glanzstellen zuerst mit einem Tuch oder Blotting Paper sanft abnehmen, dann minimal nachpudern.

  • Ein Puder für alle Situationen:
    Loser Puder funktioniert hervorragend auf dem Schminktisch, ist in der Handtasche aber eher unpraktisch. Gepresster Puder ist unterwegs unschlagbar bequem, wirkt aber schneller „sichtbar“, wenn man großzügig zugreift.


Erprobte Tipps für ein ebenmäßiges, nicht zugepudertes Finish

  • Puder nur dort einsetzen, wo er wirklich nötig ist – häufig reicht T-Zone plus eventuell Kinn.
  • Für ein unauffälliges Ergebnis lieber zweimal dünn arbeiten: Puder aufnehmen, gut abklopfen, auftragen, kurz betrachten, dann bei Bedarf minimal nachlegen.
  • Bei trockener Haut oft besser nur glänzende Partien leicht mattieren, statt das gesamte Gesicht zu pudern.
  • In Bereichen mit feinen Linien und Fältchen besonders sparsam sein und sorgfältig verblenden.
  • Wenn Sie sich herantasten: Zuhause mit losem Puder starten, um das Gefühl für Menge und Finish zu bekommen, und gepressten Puder als praktische Ergänzung für unterwegs nutzen.

Kurz zusammengefasst

Loses und gepresstes Puder verfolgen denselben Zweck, spielen ihre Stärken aber an unterschiedlichen Stellen aus: Loser Puder ist meist feiner, ideal zum Fixieren von Foundation und für ein zartes, eher unauffälliges Finish. Gepresster Puder ist kompakt, alltagstauglich für unterwegs und hilfreich, um Glanz schnell zu bändigen. Was besser passt, hängt von Ihrem Hauttyp, Ihrem Tagesablauf und dem gewünschten Look ab – viele kommen mit der Kombination aus beiden am flexibelsten durchs Leben.


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