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Wie verhindere ich, dass mein Make-up glänzt oder cakey aussieht?

Kein Glanz, kein Maskeneffekt: So bleibt Ihr Make-up natürlich und ebenmäßig

Make-up, das nach ein paar Stunden glänzt, fleckig wird oder sich wie eine Maske absetzt, ist ein Klassiker unter den Frustmomenten. Gerade auf Fotos, im Bürolicht oder an warmen Tagen wünscht man sich einen frischen, ruhigen Teint – ohne speckigen Film und ohne dick geschichtete Foundation.
Im Folgenden geht es darum, warum Make-up „unruhig“ aussehen kann, wie Hauttyp und Vorbereitung hineinspielen und mit welchen Schritten Sie zu einem glatten, natürlichen Finish kommen.


Warum Make-up glänzt oder cakey wird – was wirklich dahintersteckt

Ob ein Teint natürlich wirkt oder „zugekleistert“, entscheidet sich nicht erst beim letzten Pinselstrich. Meist greifen mehrere Faktoren ineinander:

  • Hauttyp: Fettige oder Mischhaut produziert mehr Talg. Dieser verbindet sich im Laufe des Tages mit Foundation und Puder – das Ergebnis kann glänzend, fleckig oder schwer wirken.
  • Hautstruktur: Trockene Stellen, feine Linien oder Schüppchen lassen Foundation schneller aufbrechen und betonen Unebenheiten, statt sie zu kaschieren.
  • Produktmenge: Zu viel Foundation, Concealer und Puder auf einmal setzt sich bevorzugt in Poren und Fältchen ab – der Teint wirkt dann schnell pastig.
  • Unstimmige Kombination: Sehr reichhaltige Pflege unter einer langhaltenden, eher „trockenen“ Foundation oder viele unterschiedliche Schichten können das Make-up instabil machen.
  • Tagesverlauf: Wärme, Schweiß, Reibung (z. B. durch Brillen, Hände im Gesicht) und Umweltfaktoren verändern jede Base im Laufe des Tages.

Die gute Nachricht: Mit ein paar gezielten Anpassungen lassen sich Glanz, Flecken und Maskeneffekt deutlich reduzieren.


Schritt für Schritt zu einem glatten, ebenmäßigen Make-up

1. Vorbereitung: Die Haut als Basis beruhigen und ausgleichen

Reinigen Sie Ihr Gesicht gründlich, aber ohne es zu strapazieren, und verwenden Sie eine Pflege, die zu Ihrem Hauttyp passt.

  • Fettige Haut: leichte, nicht fettende, eher gelige Texturen.
  • Trockene Haut: etwas reichhaltigere, feuchtigkeitsspendende Produkte, die Spannungsgefühle nehmen.

Wichtig ist eine kurze Pause: Geben Sie der Pflege ein paar Minuten Zeit, vollständig einzuziehen, bevor Sie mit Foundation starten. So „schwimmt“ das Make-up nicht auf der Creme.

2. Weniger ist mehr: dünne Schichten statt Full Cover auf einmal

Tragen Sie Foundation in einer dünnen Schicht auf und verblenden Sie sorgfältig – ob mit Fingern, Schwamm oder Pinsel ist Geschmackssache. Entscheidend ist, dass keine sichtbaren Ränder oder „Maskenkanten“ bleiben.

Brauchen einzelne Stellen mehr Deckkraft (z. B. Wangenrötungen, Unreinheiten), legen Sie dort gezielt nach, statt das gesamte Gesicht stärker zu decken. Das wirkt harmonischer und lässt mehr natürliche Hautstruktur durchscheinen.

3. Glanz kontrollieren: gezielt pudern statt alles mattieren

Puder ist ein gutes Werkzeug – aber nur, wenn man es sparsam einsetzt. Konzentrieren Sie sich auf die T-Zone (Stirn, Nase, Kinn), wo sich Glanz meist zuerst zeigt.

Arbeiten Sie das Puder mit einem Pinsel oder Schwämmchen sanft in die Haut ein, statt darüber zu wischen. So fixieren Sie die Foundation und nehmen Glanz, ohne ein pudriges, trockenes Finish zu erzeugen.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Zu viel Puder auf trockener Haut: Das betont Linien, Trockenheitsfältchen und Schüppchen und lässt das Make-up sofort cakey wirken.
  • Foundation auf ungepflegter Haut: Ohne passende Feuchtigkeit oder Beruhigung wirkt die Base schneller fleckig und unruhig.
  • Ständiges Nachschminken mit Puder: Immer weitere Puderschichten über den Tag nehmen zwar kurzfristig Glanz, schaffen aber schnell eine maskenhafte Oberfläche.
  • Falscher Farbton: Zu helle oder stark vom Hautton abweichende Nuancen lassen Unregelmäßigkeiten auffälliger erscheinen und wirken generell „aufgesetzt“.
  • Schlecht verblendete Übergänge: Ein klarer Rand an Kieferlinie oder Hals verstärkt den Eindruck eines „Masken-Make-ups“ – selbst bei leichter Foundation.

Erprobte Tipps für ein frisches Finish den ganzen Tag

  • Blotting statt Schichten: Nehmen Sie überschüssigen Talg mit Blotting Papers oder einem Kosmetiktuch ab, bevor Sie nachpudern. So entfernen Sie Öl, statt nur noch eine Puderschicht darüberzulegen.
  • Gezielt korrigieren: Nutzen Sie Concealer wirklich nur dort, wo Sie mehr Deckkraft brauchen – etwa bei Augenringen oder einzelnen Unreinheiten – statt das ganze Gesicht zusätzlich zu „überdecken“.
  • Zeit lassen: Lassen Sie Foundation nach dem Auftrag kurz „setzen“, bevor Sie Puder verwenden. Das hilft, ein gleichmäßigeres Ergebnis zu erzielen und Produktansammlungen zu vermeiden.
  • Make-up an den Tag anpassen: An sehr warmen oder aktiven Tagen wirkt eine leichtere Base (zum Beispiel nur Concealer, etwas Puder oder eine getönte Pflege) oft schöner als ein vollflächiges, stark deckendes Make-up.
  • Regelmäßige, sanfte Pflege: Ein mildes Peeling (nicht zu häufig) und eine stimmige Pflegeroutine glätten das Hautbild, reduzieren Schüppchen und Rauigkeit – und damit auch die Stellen, an denen Foundation sich bevorzugt absetzt.

Kurz zusammengefasst

Glänzendes oder cakey wirkendes Make-up entsteht meist aus dem Zusammenspiel von Hauttyp, Vorbereitung, Produktwahl, Menge und Auftragetechnik. Wenn Sie Ihre Pflege auf Ihre Haut abstimmen, Foundation lieber in dünnen Schichten aufbauen und Puder nur dort einsetzen, wo er wirklich nötig ist, bleibt der Teint in der Regel länger frisch und natürlich.
Im Alltag lohnt es sich, gezielt nachzuarbeiten, statt das Gesicht immer wieder komplett zu „überdecken“.


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