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Wie verhindere ich, dass sich Make-up in Fältchen und Poren absetzt?

Wie Make-up länger glatt bleibt: So verhindern Sie, dass es sich in Fältchen und Poren absetzt

Wenn sich Make-up im Laufe des Tages in Fältchen und Poren sammelt, wirkt die Haut schnell unruhig – und oft auch älter, als sie tatsächlich ist. Die Ursache liegt dabei selten allein am Produkt, sondern meist an Vorbereitung, Auftragetechnik und der Menge, die auf der Haut landet. Im Folgenden geht es darum, welche Faktoren entscheidend sind – und wie Sie Ihre Routine so justieren, dass der Teint glatter, ebenmäßiger und länger frisch aussieht.


Warum sich Make-up in Fältchen und Poren sammelt

Damit sich Make-up nicht absetzt, müssen Hautzustand und Textur zueinander passen.

  • Hautstruktur:
    Trockene Haut bringt feine Linien und schuppige Stellen mit sich – ideale „Fallen“ für Foundation und Concealer. Bei fettiger Haut sind die Poren häufig vergrößert, sodass flüssige Produkte buchstäblich hineinsinken können.

  • Feuchtigkeitsmangel:
    Ist die Haut durstig, zieht sie das Wasser aus dem Make-up heraus. Zurück bleiben Pigmente und Puderanteile – und die rutschen bevorzugt in Linien und Poren.

  • Zu viel Produkt:
    Je dicker die Schicht, desto beweglicher wird sie. Foundation kann dann leichter verrutschen und sich in Vertiefungen sammeln.

  • Mimik und Bewegung:
    Das Gesicht ist ständig in Bewegung – beim Lachen, Sprechen, Blinzeln. Dadurch arbeitet sich Make-up ganz natürlich in die vorhandenen Fältchen, vor allem um Augen, Mund und auf der Stirn.

  • Unpassende Formulierungen:
    Stark mattierende, hochdeckende Texturen betonen Trockenheitsfältchen gern zusätzlich. Sehr reichhaltige Formulierungen hingegen können auf öligen Partien „schwimmen“ und unruhig aussehen.

Das Ziel ist daher nicht, jede Linie zu kaschieren, sondern die Haut so vorzubereiten und zu schminken, dass sich das Make-up möglichst nahtlos mit ihr verbindet.


Schritt für Schritt zu einem gleichmäßigeren Teint

1. Sanft vorbereiten

  • Reinigung:
    Entfernen Sie überschüssigen Talg, Schmutz und Produktreste mit einer milden Reinigung, die nicht austrocknet.

  • Leicht peelen (ein- bis zweimal wöchentlich):
    Ein sanftes Peeling löst trockene Schüppchen, an denen sich Foundation gerne festhakt. Verzichten Sie auf grobe oder sehr aggressive Peelings, die die Haut irritieren und sensibler machen.

2. Gut durchfeuchten

  • Verwenden Sie eine Feuchtigkeitspflege, die zu Ihrem Hauttyp passt – leicht genug, um nicht zu beschweren, aber ausreichend pflegend.
  • Geben Sie der Pflege einige Minuten Zeit, einzuziehen. Auf einer leicht angetrockneten, nicht mehr rutschigen Oberfläche lässt sich Make-up deutlich gleichmäßiger verteilen.

3. Optional: glättende Basis

  • Eine ausgleichende Basis (Primer oder ähnliche Textur) kann Poren optisch verfeinern und kleine Linien etwas glätten.
  • Tragen Sie nur eine sehr dünne Schicht auf und konzentrieren Sie sich gezielt auf problematische Bereiche wie Nasenflügel, Wangenmitte oder Stirn.

4. Foundation gezielt und dünn auftragen

  • Arbeiten Sie mit mehreren dünnen Schichten statt mit einer dicken. Weniger Produkt bewegt sich weniger.
  • Tragen Sie Foundation mit Fingerspitzen, Schwämmchen oder Pinsel auf und drücken oder klopfen Sie sie sanft in die Haut, statt stark zu wischen oder zu reiben.
  • Verstärken Sie die Deckkraft nur dort, wo sie wirklich nötig ist – etwa bei Rötungen, Pigmentflecken oder Unreinheiten – statt das ganze Gesicht gleichmäßig dick zu schminken.

5. Fixieren – aber mit Fingerspitzengefühl

  • Pudern Sie nur die Bereiche ab, die zu Glanz neigen oder in denen sich Make-up erfahrungsgemäß gerne absetzt (klassisch: T-Zone, Nasenflügel, Lachfältchen).
  • Verwenden Sie eine sehr kleine Menge Puder und arbeiten Sie ihn mit einem weichen Pinsel oder einem Puff ein, statt ihn großflächig über das gesamte Gesicht zu legen.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie umgehen

  • Zu reichhaltige Creme direkt unter Foundation:
    Sehr fette Texturen können die Foundation „rutschen“ lassen. Besser: Pflege gut einziehen lassen oder tagsüber auf leichtere, schneller einziehende Formulierungen setzen.

  • Zu viel Concealer unter den Augen:
    Die Augenpartie ist dünn und beweglich – hier setzt sich überschüssiges Produkt besonders schnell ab. Eine kleine Menge, gut verteilt und gegebenenfalls leicht abgeblottet, wirkt meist besser als mehrere Schichten.

  • Ständiges Nachschminken:
    Immer wieder neue Schichten Foundation oder Puder machen den Teint schnell maskenhaft und betonen Fältchen zusätzlich. Weniger nachlegen, dafür gezielter auffrischen.

  • Make-up nicht „gesetzt“:
    Flüssige oder cremige Produkte ohne minimale Fixierung können im Laufe des Tages wandern. Ein Hauch Puder an den richtigen Stellen stabilisiert, ohne das Finish zu zerstören.


Erprobte Tipps für ein glatteres Finish im Alltag

  • Blottpapier statt ständig Puder:
    Bei Glanz zuerst überschüssigen Talg mit Blotting Papers oder einem sauberen Kosmetiktuch abnehmen. So verhindern Sie, dass sich die Puder-Schichten immer weiter aufbauen.

  • Mini-Touch-up an Fältchen:
    Wenn sich Produkt absetzt, das Make-up nicht sofort überdecken. Überschuss mit einem sauberen Finger, Wattestäbchen oder Schwämmchen vorsichtig „wegwischen“ und sanft ausblenden.

  • Blick auf die Augenpartie:
    Concealer hier wirklich sparsam verwenden. Nach dem Auftragen mit einem feuchten Schwämmchen einmal leicht über die Partie tupfen, um überschüssiges Produkt direkt zu entfernen.

  • Texturen an Hauttyp anpassen:

    • Trockene Haut: eher leichtere, feuchtigkeitsspendende, leicht glänzende oder satinierte Formulierungen.
    • Fettige Haut: ölfreie, länger haltbare Texturen, die mattieren, ohne zu schwer oder pastös zu werden.
  • Konsequente Pflege:
    Eine Haut, deren Feuchtigkeitshaushalt im Gleichgewicht ist, neigt weniger dazu, Make-up „aufzusaugen“ oder fleckig aussehen zu lassen. Das zahlt sich auf Dauer mehr aus als jedes einzelne Produkttrickchen.


Kurz zusammengefasst

Damit sich Make-up nicht in Fältchen und Poren absetzt, brauchen Sie eine gut vorbereitete, durchfeuchtete Haut, Formulierungen, die zu Ihrem Hauttyp passen, und einen bewussten Umgang mit der Produktmenge. Dünne Schichten, gezieltes Auftragen und maßvolles Fixieren sorgen für ein ruhigeres, natürlicheres Hautbild. Linien verschwinden dadurch nicht, aber sie treten optisch in den Hintergrund – und Ihr Make-up bleibt insgesamt gleichmäßiger.


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