Telefon 022 / 5180121
Wann sollte ich lieber eine professionelle Nagelentfernung im Studio in Anspruch nehmen?

Professionelle Nagelentfernung: Wann sich der Weg ins Studio wirklich lohnt

Künstliche Nägel verleihen Händen im Handumdrehen ein gepflegtes Erscheinungsbild – aber irgendwann steht immer die Frage im Raum: Wie kommen sie wieder runter? Spätestens wenn Gel, Acryl oder extrem haltbare UV-Lacke im Spiel sind, ist die Entscheidung zwischen „schnell zuhause selbst machen“ und „lieber ins Studio gehen“ mehr als nur eine Bequemlichkeitsfrage. In diesem Beitrag geht es darum, in welchen Situationen eine professionelle Nagelentfernung tatsächlich die bessere und sicherere Wahl ist – und woran Sie erkennen, dass Sie besser die Finger von einer DIY-Aktion lassen.


Warum die richtige Nagelentfernung so entscheidend ist

Naturnägel wirken robust, sind aber empfindlicher, als viele glauben. Sie bestehen aus mehreren feinen Hornschichten, die zwar einiges mitmachen, aber auf falsche Behandlung deutlich reagieren. Wird zu grob gefeilt, Material abgehebelt oder mit Gewalt entfernt, können diese Schichten dauerhaft ausgedünnt oder beschädigt werden.

Künstliche Nägel und lang haltende Lacke haften eng an der Nagelplatte. Unsachgemäße Entfernung kann:

  • die Oberfläche des Nagels ausdünnen
  • Rillen, brüchige Stellen oder Splittern begünstigen
  • die Nagelhaut und umliegende Haut reizen oder verletzen

Im Studio wird mit auf das Material abgestimmten Werkzeugen und Techniken gearbeitet. Ziel ist, die Modellage zu entfernen, ohne den Naturnagel unnötig zu strapazieren. Gerade wenn Ihre Nägel von Natur aus dünn, weich oder brüchig sind, macht dieser Unterschied sich deutlich bemerkbar – oft nicht sofort, aber spätestens nach einigen Modellagen.


In diesen Situationen ist das Studio die bessere Wahl

Einige Situationen sind klare Warnsignale: Hier ist professionelle Hilfe nicht „Luxus“, sondern schlicht vernünftig.

1. Sehr harte oder dick aufgebaute Modellage
Starke Gel- oder Acrylschichten, mehrere Schichten UV-Lack oder Kombinationssysteme lassen sich selten „mal eben“ abfeilen. Ohne Erfahrung ist die Grenze zwischen Modellage und Naturnagel schwer zu erkennen. Im Studio wird schrittweise in Schichten gearbeitet, sodass das Risiko, in den Naturnagel hinein zu feilen, deutlich geringer ist.

2. Schmerzen, Druckgefühl oder sichtbare Auffälligkeiten
Alles, was weh tut, drückt, sich komisch anfühlt oder deutlich anders aussieht, gehört nicht in die Kategorie „Ich probiere mal schnell selbst“. Verfärbungen, plötzliche Formveränderungen, Druckschmerz oder ein „Heben“ des Nagels sind Signale, bei denen Sie nicht hebeln oder reißen sollten. Eine Fachkraft kann einordnen, ob lediglich die Modellage ungünstig sitzt oder ob gegebenenfalls ein Arztbesuch sinnvoll ist.

3. Starke Liftings oder teilweise abgelöste Nägel
Löst sich das Material am Rand, verleitet das regelrecht dazu, „nur den Rest schnell abzuziehen“. Genau dabei reißen aber oft die oberen Naturnagelschichten mit ab. Im Studio wird der Übergang zwischen Naturnagel und Material geglättet, und die Modellage kontrolliert abgetragen, statt sie komplett abzureißen.

4. Sehr dünne, rissige oder vorgeschädigte Naturnägel
Wer ohnehin schon mit brüchigen, rissigen oder stark beanspruchten Nägeln zu tun hat, sollte beim Entfernen keine Experimente machen. Professionelles Vorgehen kann verhindern, dass der ohnehin geschwächte Nagel weiter „ausgehöhlt“ wird.

5. Unsicherheit bei der Technik oder dem Material
Wenn Sie nicht sicher wissen, welches System auf Ihren Nägeln ist – klassisches Gel, Acryl, Acrylgel, Shellac, UV-Polish oder etwas anderes – und wie es entfernt werden muss, ist das Studio der sichere Weg. Verschiedene Systeme reagieren sehr unterschiedlich auf Feilen, Lösungsmittel und Remover-Folien. Ein falscher Versuch kann den Nagel stärker schädigen als nötig.


Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Nägel davor schützen

Die meisten „Nageldramen“ beim Selberentfernen folgen einem bekannten Muster. Dazu gehören vor allem:

  • Nägel abreißen oder abknibbeln
    Ein Klassiker – und gleichzeitig eine der schädlichsten Angewohnheiten. Dabei lösen sich nicht nur Reste der Modellage, sondern ganze Schichten der Nagelplatte. Das Ergebnis: raue, dünne, stark empfindliche Nägel.

  • Zu aggressives oder falsches Feilen
    Mit zu grober Körnung oder zu viel Druck ist der Naturnagel schnell angefeilt. Die Oberfläche wirkt danach zwar glatt, ist aber strukturell geschwächt. Häufig zeigt sich das später in Form von Splittern und Einreißen.

  • Ungeeignete Werkzeuge nutzen
    Metallinstrumente, spitze Gegenstände, Nagelknipser oder Scheren, um Material „abzuhebeln“, hinterlassen Kerben, Mikrorisse oder sogar Verletzungen. Diese sind nicht nur optisch störend, sondern können auch Eintrittspforten für Keime sein.

  • Ungeduld beim Entfernen
    Gerade bei soak-off-Systemen ist Geduld entscheidend. Wird der Remover zu kurz einwirken gelassen oder zu früh „nachgeholfen“, landet man wieder beim Hebeln und Kratzen – und damit bei Schäden am Naturnagel.

Wenn Sie beim Entfernen merken, dass Sie kurz davor sind, „einfach dran zu ziehen“, ist das ein sehr klares Signal: Pause machen, Werkzeug weglegen, und ernsthaft über einen Studio-Termin nachdenken.


Erprobte Tipps, um die richtige Entscheidung zu treffen

Ein paar Fragen helfen, die Situation realistisch einzuschätzen:

  • Fühlt sich ein Nagel schmerzhaft, stark druckempfindlich oder auf andere Weise ungewöhnlich an?
  • Sehen Sie Risse, deutliche Verfärbungen oder Verformungen der Nagelplatte?
  • Sind Sie sicher, welches System auf Ihren Nägeln ist – und kennen Sie die passende Entfernungsmethode?
  • Sind Ihre Naturnägel grundsätzlich sehr dünn, weich oder brechen sie schnell?

Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit „ja“ beantworten, spricht vieles dafür, die Entfernung im Studio machen zu lassen. Dort lässt sich auch gut besprechen, wie Sie Ihre Nägel danach gezielt aufbauen und stärken können.

Unabhängig davon, ob Sie im Studio oder zuhause entfernen: Was danach kommt, ist entscheidend. Eine einfache, nagelfreundliche Routine hilft bei der Regeneration:

  • sanft statt grob feilen
  • Nagelhaut nur behutsam zurückschieben, nicht schneiden
  • regelmäßig Nagelöl oder eine pflegende Nagelcreme verwenden
  • den Nägeln zwischendurch Lackpausen gönnen, statt sie dauerhaft zu „versiegeln“

Kurz zusammengefasst

Der Weg ins Studio lohnt sich vor allem dann, wenn:

  • die Modellage sehr fest, dick oder schwer einzuschätzen ist
  • Schmerzen, Druck, Verfärbungen oder andere Auffälligkeiten auftreten
  • starke Liftings oder teilabgelöste Nägel zum „Abreißen“ verleiten
  • Ihre Naturnägel ohnehin dünn, rissig oder vorgeschädigt sind
  • Sie nicht genau wissen, welches Material verwendet wurde und wie es korrekt entfernt wird

In all diesen Fällen ist die professionelle Entfernung meist schonender für den Naturnagel und schafft eine bessere Basis – sei es für eine neue Modellage oder für eine bewusst eingelegte Pause mit natürlich gepflegten Nägeln.


Ähnliche Fragen