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Wie bereite ich meine Nägel richtig auf das Lackieren vor, damit der Lack gleichmäßig wird?

Für einen perfekt gleichmäßigen Farbauftrag: So bereiten Sie Ihre Nägel richtig vor

Ein sauber lackierter Nagel sieht sofort gepflegt aus – ganz gleich, ob Sie zu Nude-Tönen, Rot oder Schwarz greifen. Entscheidend ist weniger der teure Lack als das, was vorher passiert. Nur auf glatten, sauberen und entfetteten Nägeln lässt sich Farbe gleichmäßig auftragen, haftet besser und splittert nicht so schnell ab.

Im Folgenden finden Sie eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie Ihre Nägel optimal vorbereiten – und woran es häufig scheitert.


Die Basis entscheidet: Warum Vorbereitung für schöne Nägel so wichtig ist

Nagellack kann nur so gut aussehen, wie der Untergrund es zulässt.

Rillen, raue Stellen, feine Hautschüppchen oder Reste von Creme und Öl sorgen dafür, dass der Lack:

  • streifig wirkt
  • ungleichmäßig verläuft
  • Bläschen bildet
  • schneller absplittert

Die Vorbereitung verfolgt im Grunde drei Ziele:
Sie entfernen Rückstände, bringen den Nagel in Form, glätten die Oberfläche und schaffen eine saubere, leicht angeraute Basis, auf der der Lack gut greifen kann. Dadurch wirkt selbst eine schlichte Maniküre sehr viel professioneller.


Schritt für Schritt zu lackbereiten Nägeln: So gehen Sie vor

1. Alten Lack gründlich entfernen

Zuerst muss alles runter, was noch auf dem Nagel sitzt. Entfernen Sie alten Lack sorgfältig, auch an den Rändern und direkt am Nagelbett.
Schon kleine Rückstände zeichnen sich später als Unebenheiten oder Flecken ab.

2. Nägel kürzen und in Form feilen

Kürzen Sie Ihre Nägel bei Bedarf mit einer Schere oder einem Knipser und feilen Sie sie anschließend in die gewünschte Form.

Wichtig: Feilen Sie möglichst nur in eine Richtung, statt hin und her zu „sägen“. Das schont die Nagelkante und beugt Splittern sowie feinen Rissen vor.

3. Nageloberfläche sanft glätten

Leichte Rillen oder Unebenheiten können Sie mit einer Polierfeile oder einem Buffer ausgleichen.
Arbeiten Sie dabei zurückhaltend: lieber mit wenig Druck und nur gelegentlich polieren. Zu viel Politur macht den Nagel dünn und anfälliger.

4. Nagelhaut schonend zurückschieben

Weichen Sie die Nagelhaut kurz in lauwarmem Wasser ein oder verwenden Sie einen Nagelhautentferner. Anschließend die Nagelhaut mit einem geeigneten Tool vorsichtig zurückschieben.

Nicht reißen, nicht grob schneiden – Verletzungen heilen schlecht und sehen unsauber aus. Lose Hautreste auf der Nagelplatte sollten entfernt werden, weil sie verhindern, dass der Lack gleichmäßig haftet.

5. Nägel gründlich reinigen und entfetten

Waschen Sie Ihre Hände und trocknen Sie sie gut ab. Entfernen Sie anschließend mit einem nicht öligen Reiniger oder etwas Nagellackentferner letzte Rückstände von Creme, Öl oder Seife auf dem Nagel.

Nur ein entfetteter Nagel sorgt dafür, dass der Lack nicht „wegrutscht“, sauber verläuft und länger hält.

6. Unterlack verwenden

Ein transparenter Unterlack (Base Coat) ist mehr als nur „nice to have“:

Er sorgt für eine ebenmäßigere Oberfläche, füllt kleine Unebenheiten auf und schützt vor Verfärbungen – gerade bei intensiven Farben. Lassen Sie ihn vollständig durchtrocknen, bevor die erste Farbschicht folgt.


Wenn der Lack nicht hält: Typische Stolperfallen beim Vorbereiten

Diese Punkte sorgen immer wieder für Frust – und lassen sich leicht umgehen:

  • Nägel nicht entfettet:
    Rückstände von Handcreme oder Nagelöl machen den Lack fleckig, verringern die Haftung und begünstigen Bläschen.

  • Zu starkes Polieren:
    Ein übermäßig glatter, dünn gepolierter Nagel bietet weniger Halt. Der Lack kann schneller abspringen.

  • Unsauber entfernte Nagelhaut:
    Hautreste auf der Nagelplatte verhindern, dass der Lack anliegt – die Ränder wirken ausgefranst oder ungleichmäßig.

  • Feilen im Zickzack:
    Hin- und herfeilen schädigt die Nagelkante und führt zu brüchigen, ausgefransten Spitzen.

  • Lackieren auf noch feuchten Nägeln:
    Restfeuchtigkeit unter dem Lack begünstigt Bläschen, schlechte Haftung und einen unruhigen Auftrag.


Kleine Profi-Tricks für einen sichtbar gleichmäßigen Lack

  • Arbeiten Sie lieber mit mehreren dünnen Schichten als mit einer dicken. Die Farbe verteilt sich gleichmäßiger und trocknet besser durch.
  • Lackieren Sie nach dem „Drei-Züge-Prinzip“: ein Pinselstrich in der Mitte, dann jeweils links und rechts.
  • Geben Sie jeder Schicht Zeit zum Trocknen, bevor die nächste folgt – sonst verschiebt sich der Lack und wirkt unruhig.
  • Halten Sie Ihre Hände kurz vor dem Lackieren kühl und trocken. Warme, leicht schwitzige Hände begünstigen Bläschenbildung.
  • Reichhaltige Handcremes oder Nagelöle gehören ans Ende der Routine: erst lackieren, komplett trocknen lassen, dann pflegen.

Kurz zusammengefasst

Ein gleichmäßiger Lackauftrag beginnt weit vor der ersten Farbschicht.
Alten Lack entfernen, Nägel in Form bringen, sanft glätten, Nagelhaut sauber zurückschieben und die Nagelplatte gründlich entfetten – das ist Ihre Basis. Ein passender Unterlack plus dünne, gut getrocknete Farbschichten sorgt anschließend dafür, dass der Lack ebenmäßig wirkt, besser haftet und länger schön bleibt.


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