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Welche Produkte eignen sich für die Pflege rissiger Fersen, damit sie wieder glatt werden?

Rissige Fersen wieder glatt: So bringen Sie Ihre Fußhaut zurück ins Gleichgewicht

Rissige Fersen sind weit mehr als ein Schönheitsproblem – sie können spannen, brennen und bei jedem Schritt an sich erinnern. Spätestens in Sandalen oder barfuß wünscht man sich dann glatte, belastbare Haut. Nur: Woran liegt es, dass die Fersen so schnell austrocknen – und welche Produkte bringen tatsächlich etwas?

Im Folgenden geht es darum, was Ihrer Fußhaut fehlt, welche Inhaltsstoffe sich bewährt haben und wie Sie mit einer schlichten, aber konsequenten Routine zu spürbar geschmeidigeren Fersen kommen.


Warum Fersen so leicht austrocknen – und was sie jetzt brauchen

Die Fersenhaut ist dicker, robuster und stärker verhornt als die Haut an anderen Körperstellen. Sie trägt das gesamte Körpergewicht, steckt in oft zu engen oder harten Schuhen und wird durch Reibung permanent strapaziert. Gleichzeitig fehlen dort weitgehend die Talgdrüsen, die die Haut sonst mit Fett versorgen.

Typische Folgen:

  • trockene, raue Haut
  • verdickte Hornhaut
  • feine Risse, die sich zu schmerzhaften Schrunden vertiefen können

Für die Pflege heißt das: Fersen brauchen ein Zusammenspiel aus drei Komponenten – Feuchtigkeit, Fett und eine vorsichtige, aber kontinuierliche Reduktion überschüssiger Hornhaut. Ein einzelnes Produkt ist selten ausreichend. Sinnvoll ist meist eine Kombination aus gut formulierter Fußcreme, Peeling und mechanischer Hornhautentfernung.


Schritt für Schritt zu glatteren Fersen: So kann eine einfache Routine aussehen

Pflege muss nicht aufwendig sein, aber verlässlich.

1. Fußbad zur Vorbereitung (2–3 Mal pro Woche)
Ein lauwarmes Fußbad von 10–15 Minuten macht verhornte Bereiche weicher und besser zugänglich. Ein Schuss pH-neutrale Waschlotion genügt. Auf sehr heißes Wasser sollten Sie verzichten – es entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit.

2. Hornhaut sanft entfernen
Direkt nach dem Bad lässt sich Hornhaut mit Bimsstein, Feile oder Hornhautraspel vorsichtig abtragen. Entscheidend: Nur die obere, harte Schicht bearbeiten, nicht „bis auf die rosa Haut“ herunterfeilen. Zu viel Druck oder Ehrgeiz schafft eher neue Risse, als dass er hilft.

3. Feuchtigkeitsspende Spezialpflege
Geeignete Fußcremes oder -salben erkennen Sie an einer Kombination aus:

  • Feuchtigkeitsspendern (z. B. Glycerin, Urea/Harnstoff in passender Konzentration)
  • barriereunterstützenden Inhaltsstoffen (z. B. pflanzliche Öle, Fette, Ceramide)
  • weichmachenden, leicht hornlösenden Komponenten (z. B. Milchsäure oder Salicylsäure in dafür vorgesehenen Produkten)

Abends großzügig auftragen und gründlich einmassieren – die Füße sollten sich danach merklich „versorgt“ anfühlen, nicht nur kurz glatt.

4. Intensivpflege über Nacht
Bei deutlich rissigen Fersen lohnt sich eine Nachtkur: eine reichhaltige Schicht Creme auftragen, Baumwollsöckchen drüberziehen und über Nacht wirken lassen. Durch die leichte Okklusion (Abdeckung) kann die Pflege tiefer einziehen und die Haut weicher machen.


Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Fersen schützen

Einige gut gemeinte Maßnahmen verschlechtern das Problem eher, als dass sie helfen.

  • Zu aggressives Entfernen von Hornhaut
    Schneiden, reißen oder mit scharfen Klingen „bis auf die weiche Haut“ zu gehen, verletzt die Hautbarriere und provoziert neue Risse. Besser: regelmäßig, in kleinen Schritten und mit Gefühl arbeiten.

  • Reine Fettcreme ohne Feuchtigkeit
    Sehr fettreiche Salben ohne Feuchtigkeitsspender können zwar spontan angenehm wirken, lösen aber das eigentliche Problem nicht. Trockene, rissige Haut braucht Wasserbindung und Lipide – nicht nur eine Fettschicht oben drauf.

  • Unregelmäßige Anwendung
    Einmal pro Woche eine Intensivkur ist bei stark rissigen Fersen meist zu wenig. Die Hautstruktur baut sich langsam um. Entscheidend ist das Dranbleiben, nicht die eine „Wunderanwendung“.

  • Ungeeignetes Schuhwerk im Dauereinsatz
    Offene Fersen, harte Riemen, starre Sohlen oder raues Innenmaterial fördern Reibung und Druckstellen. Wo möglich, sind gut sitzende, nicht scheuernde und ausreichend gedämpfte Schuhe die bessere Wahl.


Erprobte Tipps für glattere Fersen im Alltag

Einige einfache Gewohnheiten können die Wirkung Ihrer Pflege deutlich verstärken:

  • Tägliches Eincremen fest einplanen
    Idealer Zeitpunkt: nach dem Duschen oder abends vor dem Schlafengehen, wenn die Haut noch minimal feucht ist. So lassen sich Feuchtigkeit und Wirkstoffe besser einschließen.

  • Sanfte Peelings einbauen
    1–2 Mal pro Woche kann ein mildes Fußpeeling – entweder mechanisch mit feinen Partikeln oder chemisch mit geeigneten Säuren – helfen, lose Hautschüppchen zu lösen und die Pflegeaufnahme zu verbessern.

  • Ausreichend trinken und auf Ernährung achten
    Rissige Fersen entstehen in erster Linie lokal. Trotzdem profitiert die Haut insgesamt von einer guten Flüssigkeitszufuhr und einer Ernährung, die nicht dauerhaft an Vitaminen und essenziellen Fettsäuren vorbeigeht.

  • Belastung reduzieren, wo es geht
    Lange Stehzeiten auf harten Böden, sehr hohe Absätze oder ständig offene Fersenriemen verstärken Druck- und Reibungszonen. Gut gepolsterte, bequeme Schuhe entlasten die Fußhaut merklich.

  • Starke, schmerzhafte Risse ärztlich abklären
    Tiefe, entzündete oder blutende Schrunden gehören in ärztliche oder podologische Behandlung – besonders bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder anderen Vorerkrankungen. Selbstbehandlung stößt hier schnell an Grenzen.


Kurz zusammengefasst

Rissige Fersen entstehen vor allem durch trockene, überlastete und verdickte Haut. Hilfreich ist nicht die eine „Spezialcreme“, sondern das Zusammenspiel aus:

  • regelmäßigem, schonendem Entfernen von Hornhaut
  • fußspezifischen Cremes mit Feuchtigkeitsbindern und rückfettenden Komponenten
  • konsequenter täglicher Anwendung, idealerweise mit gelegentlicher Nachtkur

Mit etwas Geduld und einer verlässlichen Routine werden viele Fersen innerhalb weniger Wochen deutlich glatter, widerstandsfähiger und weniger schmerzempfindlich.


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