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Welche Gesichtscreme passt zu meinem Hauttyp?

Welche Gesichtscreme passt wirklich zu Ihrem Hauttyp?

Der Markt ist voll mit Cremes, Versprechen und Wirkstofftrends – und irgendwo dazwischen: Ihre Haut, mit ihren ganz eigenen Eigenheiten. Sich da zurechtzufinden, kann anstrengend wirken, lohnt sich aber. Eine Creme, die wirklich zu Ihrem Hauttyp passt, kann Spannungsgefühle lindern, übermäßigen Glanz reduzieren, die Hautbarriere stabilisieren und Ihr Hautbild insgesamt ruhiger und ausgeglichener erscheinen lassen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Hauttyp realistischer einschätzen, welche Texturen Sinn ergeben und worauf Sie bei der Auswahl konkret achten sollten.


Die Basis verstehen: Was Ihr Hauttyp über Ihre Gesichtscreme verrät

Bevor Sie zur Creme greifen, hilft ein ehrlicher Blick auf Ihre Haut. In der Regel wird zwischen diesen grundlegenden Hauttypen unterschieden:

  • Normale Haut: wirkt insgesamt ausgeglichen, weder stark glänzend noch trocken, Poren sind wenig sichtbar, Unreinheiten treten eher selten auf.
  • Trockene Haut: fühlt sich häufig rau, gespannt oder „dünn“ an, kann schuppen, neigt zu Rötungen und feinen Linien.
  • Fettige Haut: glänzt vor allem in der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn), hat eher grobe Poren und neigt zu Mitessern oder Unreinheiten.
  • Mischhaut: T-Zone eher fettig, Wangenpartie eher normal bis trocken.
  • Empfindliche Haut: reagiert schnell mit Rötungen, Brennen oder Juckreiz – etwa auf Duftstoffe, Temperaturschwankungen oder bestimmte Inhaltsstoffe.

Je nach Hauttyp braucht Ihre Gesichtscreme ein anderes Verhältnis aus Fett (Lipiden), Feuchtigkeit und beruhigenden, möglichst reizarmen Inhaltsstoffen. Wichtig ist außerdem: Hautzustände wie „unrein“, „gestresst“ oder „feuchtigkeitsarm“ sind Zusatzfaktoren und können bei jedem Hauttyp auftreten. Sie beeinflussen die Wahl Ihrer Creme genauso wie der Grundtyp.


Vom Tiegel ins Badregal: So wählen Sie Ihre Creme Schritt für Schritt

  1. Hautzustand beobachten
    Nehmen Sie sich ein paar Tage Zeit: Fühlt sich Ihre Haut eher gespannt oder eher fettig an? Glänzt sie im Laufe des Tages stark oder wirkt sie eher stumpf und fahl? Dieses subjektive Hautgefühl ist Ihr erster, erstaunlich zuverlässiger Kompass.

  2. Textur passend zum Hauttyp wählen

    • Trockene Haut: eher reichhaltige Cremes oder Balsame, die länger auf der Haut spürbar bleiben und ein „schützendes“ Gefühl geben.
    • Normale/Mischhaut: leichte Cremes, die gut einziehen, ohne zu beschweren oder auszutrocknen.
    • Fettige Haut: leichte Fluids oder Gel-Cremes, die schnell einziehen, nicht nachfetten und ein frisches Hautgefühl hinterlassen.
    • Empfindliche Haut: möglichst reduzierte, milde Formulierungen mit wenig Duft- und Farbstoffen und ohne unnötig reizende Zusätze.
  3. Inhaltsstoffe grob einordnen

    • Für mehr Feuchtigkeit eignen sich z.B. feuchtigkeitsbindende Stoffe, die Wasser in der Haut halten.
    • Für trockene Haut sind zusätzlich rückfettende, schützende Komponenten wichtig, die den Lipidfilm der Haut unterstützen.
    • Bei fettiger, zu Unreinheiten neigender Haut sind nicht-komedogene, also porenfreundliche Formulierungen sinnvoll, die die Poren nicht zusätzlich verstopfen.
  4. Reaktion der Haut abwarten
    Geben Sie einer neuen Creme ein paar Tage bis Wochen, bevor Sie das nächste Produkt dazunehmen oder alles wieder wechseln. Anhaltende Rötungen, Brennen, starkes Spannen oder vermehrte Unreinheiten sind Hinweise darauf, dass die Formulierung für Sie nicht optimal ist.


Was Ihrer Haut oft schadet: Typische Stolperfallen bei Gesichtscremes

  • Zu reichhaltige Cremes bei fettiger Haut
    Sie können Glanz verstärken, Poren „zugeschmiert“ wirken lassen und das Hautgefühl deutlich verschlechtern.

  • Zu leichte Texturen bei sehr trockener Haut
    Die Haut bleibt gespannt, fühlt sich schnell wieder trocken an, und feine Trockenheitsfältchen treten stärker hervor.

  • Zu viele neue Produkte auf einmal
    Wenn Sie mehrere Produkte gleichzeitig umstellen, lässt sich kaum nachvollziehen, was eine Reizung oder Unreinheiten auslöst.

  • Starke Reizstoffe bei empfindlicher Haut
    Intensive Duftstoffe, Alkohol in höherer Konzentration oder stark reizende Wirkstoffe können Rötungen, Brennen und ein dauerhaft gestresstes Hautgefühl verursachen.

  • Unrealistische Erwartungen
    Eine Creme kann viel unterstützen, aber sie ersetzt keine medizinische Behandlung bei ausgeprägter Akne, Rosacea oder anderen Hauterkrankungen. In solchen Fällen ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll.


Alltagstaugliche Tipps für eine Creme, die wirklich zu Ihnen passt

  • Auf das Hautgefühl nach 30 Minuten achten
    Prüfen Sie nach etwa einer halben Stunde: Fühlt sich die Haut angenehm an – weder klebrig-fettig noch spannungsreich trocken? Dann sind Sie in der richtigen Richtung.

  • Jahreszeiten berücksichtigen
    Im Winter braucht selbst Mischhaut oft etwas mehr Schutz, etwa durch eine leicht reichhaltigere Textur. Im Sommer kommen viele Hauttypen mit leichteren, gelbasierten Formulierungen besser zurecht.

  • Nicht nur auf „Hauttyp“-Labels verlassen
    Die Bezeichnungen auf der Verpackung sind grobe Orientierungshilfen. Entscheidend ist, wie Ihre Haut konkret reagiert – nicht, was der Hersteller verspricht.

  • Regelmäßigkeit vor Produktflut
    Eine gut passende Creme, die Sie konsequent verwenden, bringt meist mehr als ein ständig wechselndes Arsenal an Produkten.

  • Bei Unsicherheit dokumentieren
    Ein kurzer Notizzettel oder ein Eintrag im Handy reicht: Welche Creme, seit wann, wie reagiert die Haut? So lassen sich Muster und problematische Inhaltsstoffe deutlich leichter erkennen.


Kurz zusammengefasst

Die passende Gesichtscreme orientiert sich nicht an Trends, sondern an Ihrem Hauttyp und Ihrem aktuellen Hautzustand. Trockene Haut profitiert von reichhaltigeren, schützenden Formulierungen, fettige Haut eher von leichten, porenfreundlichen Texturen. Mischhaut benötigt eine ausgewogene Balance, empfindliche Haut vor allem milde, reizarme Produkte. Beobachten Sie Ihre Haut, nehmen Sie Veränderungen ernst und testen Sie Neues schrittweise. Entscheidend ist, wie Ihre Haut langfristig aussieht – und sich anfühlt.


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