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Wie kann ich meine Fußpflege an die Jahreszeiten anpassen, z.B. zwischen Sommer und Winter?

Jahreszeitliche Fußpflege: So bleiben Ihre Füße das ganze Jahr über gepflegt

Warum Ihre Füße je nach Jahreszeit andere Pflege brauchen

Unsere Füße leisten täglich Schwerstarbeit – und fallen in der Pflege oft hinten runter. Dabei verändern sich ihre Bedürfnisse im Laufe des Jahres deutlich: Im Sommer sind sie sichtbar, stecken in Sandalen oder laufen barfuß über warme Böden. Im Winter verschwinden sie in Socken und Stiefeln, werden trocken, rissig und manchmal schlicht vergessen.
Im Folgenden lesen Sie, wie Sie Ihre Fußpflege sinnvoll an Sommer und Winter anpassen, welche Schritte wirklich zählen – und was eher schadet als hilft.


Was Sonne, Kälte und Schuhe mit Ihren Füßen machen

Im Sommer ist die Haut an den Füßen intensiver UV-Strahlung, Hitze und Schweiß ausgesetzt. Barfußlaufen, Sand, Chlor- und Salzwasser reizen zusätzlich und trocknen aus. Hornhaut bildet sich schneller, kleine Risse oder Blasen werden leicht übersehen – die Füße sind zwar sichtbar, werden aber selten wirklich genau angeschaut.

Im Winter kehrt sich die Situation um: Die Füße stecken in warmen, oft engen Schuhen. Trockene Heizungsluft und Kälte bremsen die Durchblutung, die Haut spannt, wird spröde und neigt zu rissigen Fersen. Gleichzeitig schwitzen viele in dicken Socken und geschlossenen Schuhen stärker. Das Ergebnis: ein warm-feuchtes Klima im Schuh, in dem sich Keime wohlfühlen.

Zusammengefasst: Im Sommer stehen mechanische Belastung und UV-Einfluss im Vordergrund, im Winter Trockenheit, Kälte und Feuchtigkeit im Schuh. Genau daran sollte sich Ihre Pflege orientieren.


Sommer vs. Winter: So passen Sie Ihre Routine sinnvoll an

Fußpflege im Sommer

  • Sanfte Reinigung: Abends Sand, Staub sowie Chlor- oder Salzwasser mit lauwarmem Wasser und einer milden Waschsubstanz abspülen.
  • Regelmäßige Hornhautkontrolle: Ein- bis zweimal pro Woche mit einem feinen Bimsstein oder einer Fußfeile auf trockener oder leicht angefeuchteter Haut arbeiten – ohne die Hornhaut radikal zu entfernen.
  • Leichte Pflege: Eine dünn aufgetragene, schnell einziehende Lotion oder Creme hält die Haut geschmeidig, ohne einen klebrigen Film zu hinterlassen.
  • Schutz: Sonnenschutz nicht am Spann und den Zehen vergessen, wenn die Füße der Sonne ausgesetzt sind.

Fußpflege im Winter

  • Kurze, lauwarme Fußbäder: 5–10 Minuten reichen, um die Haut zu erweichen, ohne sie aufquellen zu lassen.
  • Intensivere Pflege: Reichhaltigere Cremes mit feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Inhaltsstoffen gleichen Trockenheit aus.
  • Fersen extra beachten: Trockene, rissige Zonen gezielt etwas großzügiger eincremen.
  • Atmungsaktive Socken: Materialien wählen, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, und Socken konsequent täglich wechseln.

Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Füße besser schützen

  • Zu aggressive Hornhautentfernung: Egal zu welcher Jahreszeit – zu starkes Feilen oder Schneiden verletzt die Haut und kann den Hornhautaufbau sogar beschleunigen.
  • Zu heißes Wasser im Winter: Sehr warme Fußbäder fühlen sich angenehm an, trocknen die Haut aber zusätzlich aus.
  • Vergessener Sonnenschutz im Sommer: Füße brennen schnell, werden beim Eincremen aber oft ausgelassen.
  • Lange in nassen Schuhen bleiben: Schweiß oder Regen im Schuh fördern Hautreizungen und Keime. Besser: Socken wechseln und Schuhe gründlich trocknen lassen.
  • Barfuß in öffentlichen Bereichen: In Schwimmbädern, Saunen oder Gemeinschaftsduschen steigt das Risiko für Pilzinfektionen – Badeschuhe sind hier sinnvoll.

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung: Alltagstaugliche Tipps

  • Kurzer täglicher Check: Beim Eincremen kurz auf Rötungen, Blasen, Druckstellen oder Risse achten. So fallen Veränderungen früh auf.
  • Pflege anpassen statt überladen: Im Sommer eher leichte Produkte, im Winter eher reichhaltige – die Routine selbst darf schlicht bleiben.
  • Schuhe rotieren: Nicht jeden Tag dasselbe Paar tragen. So können Schuhe durchtrocknen, und das Fußklima bleibt ausgeglichener.
  • Nägel regelmäßig kürzen: Gerade und nicht zu kurz schneiden, um eingewachsene Nägel zu vermeiden.
  • Bewegung nicht vergessen: Spaziergänge oder kleine Fuß- und Zehenübungen fördern die Durchblutung – das kommt auch der Haut zugute.

Kurz zusammengefasst

Die Füße brauchen je nach Jahreszeit unterschiedliche Schwerpunkte in der Pflege: Im Sommer geht es vor allem um Schutz vor Sonne, Reibung und Austrocknung, im Winter um intensive Feuchtigkeit, Wärme ohne Stauwärme und ein gutes Klima im Schuh. Eine einfache, aber konsequent angepasste Routine reicht aus, damit Ihre Füße das ganze Jahr über belastbar, gepflegt und angenehm weich bleiben.


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