Peeling und Serum: In welcher Reihenfolge profitiert Ihre Haut am meisten?
Peeling und Serum können zusammen viel für die Haut tun – vorausgesetzt, sie werden in der richtigen Reihenfolge eingesetzt. Denn der Ablauf entscheidet mit darüber, wie gut Wirkstoffe aufgenommen werden und wie gut Ihre Haut die Routine verträgt. In diesem Artikel lesen Sie, ob ein Serum vor oder nach dem Peeling sinnvoll ist, welche Ausnahmen es gibt und wie Sie Ihre Pflege so strukturieren, dass sie Ihre Haut unterstützt statt überfordert.
Warum die Reihenfolge bei Peeling und Serum so wichtig ist
In der Gesichtspflege gilt als Grundprinzip: zuerst reinigen, dann exfolieren, anschließend pflegen.
Ein Peeling – ob mechanisch mit Schleifkörpern, chemisch mit Säuren oder enzymatisch – löst abgestorbene Hautschüppchen von der Oberfläche. Die Haut fühlt sich danach glatter an und ist durchlässiger für Wirkstoffe.
Tragen Sie das Serum im Anschluss auf, können feuchtigkeitsspendende oder pflegende Inhaltsstoffe leichter in die oberen Hautschichten gelangen. Das erhöht zwar das Potenzial der Wirkstoffe, macht die Haut aber auch empfindlicher für Überpflege: Zu viele aktive Substanzen direkt nach einem Peeling können schnell zu Irritationen führen.
Daraus ergibt sich die Faustregel:
- Serum im Normalfall nach dem Peeling auftragen
- Formulierungen wählen, die vor allem beruhigen und durchfeuchten
Abweichende Reihenfolgen kommen höchstens in professionellen Behandlungen zum Einsatz – und gehören dann in geschulte Hände.
So bauen Sie Ihre Routine sinnvoll auf
Eine unkomplizierte Routine, die sich gut in den Alltag integrieren lässt, kann zum Beispiel so aussehen:
Reinigung
Entfernen Sie Make-up, Sonnenschutz und überschüssigen Talg mit einem milden Reiniger. Die Haut sollte frei von Rückständen sein, bevor Sie ein Peeling einsetzen.
Peeling
- Mechanisches Peeling: mit wenig Druck einmassieren und mit lauwarmem Wasser gründlich abspülen.
- Chemisches oder Enzympeeling: wie angegeben auftragen, Einwirkzeit beachten und anschließend abwaschen oder – je nach Produkt – auf der Haut belassen.
Serum
Auf die saubere, gepeelte Haut ein feuchtigkeitsspendendes oder beruhigendes Serum geben. Einige Tropfen genügen; sanft einklopfen oder verstreichen reicht völlig.
Abschlusspflege
Eine Creme oder Lotion auftragen, um Feuchtigkeit zu halten und die Hautbarriere zu stützen.
Am Morgen die Routine immer mit einem Sonnenschutz beenden – gepeelte Haut reagiert empfindlicher auf UV-Strahlung.
Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden
Bei der Kombination aus Peeling und Serum treten häufig ähnliche Probleme auf:
Zu viele starke Wirkstoffe auf einmal
Ein intensives Peeling plus mehrere hochkonzentrierte Seren direkt im Anschluss kann Rötungen, Brennen oder Spannungsgefühl auslösen.
Zu häufiges Peelen
Wer täglich oder sehr oft peelt und dazu noch starke Wirkstoffe verwendet, belastet die Hautbarriere. Für viele Hauttypen reichen ein- bis dreimal pro Woche.
Übersehene Warnsignale der Haut
Anhaltendes Brennen, deutliche Rötungen oder schuppige Areale sind Hinweise darauf, dass die Routine zu viel ist oder vereinfacht werden sollte.
Kein Sonnenschutz nach dem Peeling
Besonders nach chemischen Peelings reagiert die Haut empfindlicher auf UV-Licht. Ohne Schutz steigt das Risiko für Pigmentflecken.
Erprobte Tipps für eine ausgeglichene Pflegeroutine
Damit Ihre Haut von Peeling und Serum profitiert, ohne gestresst zu reagieren, können diese Punkte helfen:
- Setzen Sie nach dem Peeling vor allem auf Feuchtigkeit (z. B. Hyaluron, Glycerin) und beruhigende Wirkstoffe wie Panthenol, Aloe vera oder ausgewählte Pflanzenextrakte.
- Nutzen Sie starke Wirkstoffe (z. B. hochdosierte Säuren oder Retinoide) zunächst lieber an Tagen ohne Peeling und beobachten Sie, wie Ihre Haut reagiert.
- Erhöhen Sie die Häufigkeit von Peelings und aktiven Seren langsam, statt mehrere neue Produkte gleichzeitig einzuführen.
- Schauen Sie auf das Hautgefühl: Wirkt sie glatt, ruhig und weitgehend beschwerdefrei, passt die Intensität meist. Bei häufigem Brennen oder Spannung ist es sinnvoll, einen Schritt zurückzugehen.
- Abends ist in der Regel der bessere Zeitpunkt für intensivere Peelings – die Haut hat dann über Nacht Zeit zur Regeneration.
Kurz zusammengefasst
In den meisten Routinen wird ein Serum nach dem Peeling aufgetragen. Das Peeling entfernt abgestorbene Hautzellen, das Serum versorgt die anschließend besonders aufnahmefähige Haut mit Feuchtigkeit und pflegenden Stoffen. Wichtig ist, die Haut nicht mit zu vielen aktiven Wirkstoffen auf einmal zu überlasten und tagsüber konsequent Sonnenschutz zu verwenden. So ergänzen sich Peeling und Serum sinnvoll und unterstützen ein gleichmäßigeres, gepflegtes Hautbild.