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Welche Produkte eignen sich für trockene Körperhaut (z. B. Beine, Arme)?

Was trockene Körperhaut wirklich braucht: Pflege, die mehr kann als nur cremen

Trockene Haut an Beinen und Armen gehört für viele zum Alltag – besonders im Winter oder wenn oft und heiß geduscht wird. Die Haut spannt, wirkt stumpf, kann schuppen und fühlt sich rau an. Die gute Nachricht: Mit passenden Produkten lässt sich das in den meisten Fällen deutlich verbessern. Im Folgenden geht es darum, welche Produktarten sinnvoll sind, welche Inhaltsstoffe sich lohnen und wie Sie Ihre Pflege sinnvoll strukturieren können.


Warum die Haut am Körper oft trockener ist als im Gesicht

An Armen und Beinen sitzen deutlich weniger Talgdrüsen als im Gesicht. Entsprechend produziert die Haut dort weniger eigene Lipide – also weniger von dem natürlichen Fettfilm, der sie geschmeidig hält und schützt. Gleichzeitig setzen ihr heiße Duschen, scharfe Tenside in Duschgels, trockene Heizungsluft und UV-Strahlung zu.

Gerät die Hautbarriere aus dem Gleichgewicht, verliert die Haut vermehrt Feuchtigkeit und wirkt noch trockener. Sinnvolle Pflegeprodukte verfolgen deshalb im Kern zwei Ziele:

  • Feuchtigkeit in die Haut bringen
  • Den schützenden Lipidfilm stärken und Feuchtigkeitsverlust bremsen

Es geht dabei selten um ein einzelnes „Starprodukt“, sondern um das Zusammenspiel aus schonender Reinigung und konsequenter, gut gewählter Pflege.


Von Dusche bis Bodylotion: Diese Produktarten helfen trockener Körperhaut

1. Milde Reinigungsprodukte

Für trockene Beine und Arme sind sanfte, pH‑hautneutrale Reinigungsprodukte deutlich im Vorteil. Geeignet sind vor allem:

  • Cremige Duschlotionen oder -öle
  • Seifenfreie Waschstücke

Sie reinigen, ohne die Haut unnötig zu entfetten – ein wichtiger Unterschied zu stark schäumenden, aggressiven Formulierungen.

2. Feuchtigkeitsspendende Bodylotions

Für normale bis mäßig trockene Körperhaut reichen oft leichtere bis mittlere Texturen, die gut einziehen und nicht kleben. Achten Sie auf Inhaltsstoffe wie:

  • Feuchthaltefaktoren: Glycerin, Urea (Harnstoff in moderater Dosierung), Hyaluronsäure
  • Beruhigende Komponenten: Panthenol, Allantoin

Diese Kombination hilft, Wasser in der Haut zu binden und Reizungen abzufangen.

3. Reichhaltige Cremes und Körperbuttern

Wenn die Haut sichtbar schuppt, stark spannt oder sogar kleine Risse zeigt, braucht sie meist mehr Fettanteil. Sinnvoll sind dann:

  • Körpercremes mit pflanzlichen Ölen oder Fetten
  • Körperbuttern mit höherem Lipidgehalt

Sie legen einen spürbaren, aber idealerweise nicht okklusiven Film auf die Haut und helfen, vorhandene Feuchtigkeit besser zu halten.

4. Körperöle und Öl-in-Wasser-Kombinationen

Körperöle funktionieren vor allem als Ergänzung:

  • direkt nach der Dusche auf leicht feuchter Haut
  • als „Finish“ über einer Bodylotion auf sehr trockenen Partien

Sie liefern selbst keine Feuchtigkeit, können aber dafür sorgen, dass die zuvor eingebrachte Feuchtigkeit länger in der Haut bleibt.


Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Haut schützen

Vieles, was wir im Badezimmer gewohnt sind, macht trockene Körperhaut eher schlimmer:

  • Zu heiß und zu lange duschen: Wärme löst Fette aus der Haut und beschleunigt das Austrocknen.
  • Aggressive, stark schäumende Duschgels: Bestimmte Tenside greifen die Hautbarriere an.
  • Ohne Pflege aus dem Bad gehen: Trocknet die Haut ungeschützt an der Luft, geht unnötig viel Feuchtigkeit verloren.
  • Viel Duft und reizende Alkohole: Empfindliche, trockene Haut reagiert auf Duftstoffe oder bestimmte Alkohole oft mit Rötung, Brennen oder Juckreiz.

Wer diese Faktoren reduziert, braucht oft erstaunlich viel weniger „Notfallcremes“.


Erprobte Pflegeroutinen, die trockener Haut gut tun

Ein paar überschaubare Gewohnheiten machen langfristig den größten Unterschied:

  • Kürzer und lauwarm duschen: 5–10 Minuten reichen im Alltag meist aus; lieber warm als heiß.
  • Direkt nach dem Abtrocknen cremen: Innerhalb von 3–5 Minuten nach dem Duschen eine Feuchtigkeitspflege auftragen, um den Wasserverlust zu begrenzen.
  • Pflege bei Bedarf schichten: Erst eine feuchtigkeitsspendende Lotion, bei sehr trockenen Arealen zusätzlich ein paar Tropfen Öl darüber geben.
  • Regelmäßig pflegen, nicht nur „im Notfall“: Kontinuität wirkt besser als gelegentliche Intensivaktionen.
  • Peelings sparsam einsetzen: Ein mildes Körperpeeling oder ein weicher Waschlappen kann Schüppchen entfernen, sollte aber nicht zu häufig und nicht zu grob zum Einsatz kommen, um die Barriere nicht weiter zu schwächen.

Kurz zusammengefasst

Trockene Körperhaut profitiert vor allem von drei Dingen: einer milden Reinigung, einer verlässlichen Feuchtigkeitszufuhr und einem schützenden Lipidfilm. Praktisch bedeutet das: cremige Duschprodukte statt aggressiver Gels, Lotions mit Feuchthaltefaktoren als Basis und bei Bedarf ergänzend reichhaltige Cremes oder Öle. Wer sehr heißes Duschen meidet und die Haut direkt nach dem Waschen pflegt, unterstützt die Hautbarriere spürbar und kann Spannungsgefühl, Rauigkeit und Schuppen meist deutlich reduzieren.


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