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Wie pflegt man trockene Körperhaut am besten (Duschgel, Öl, Lotion, Butter)?

Wenn die Haut spannt: So pflegen Sie trockene Körperhaut wirklich sinnvoll

Trockene Körperhaut gehört zu den häufigsten Hautthemen überhaupt – besonders in der Heizsaison oder bei häufigem Duschen. Die Haut fühlt sich dann rau an, spannt, juckt oder wirkt stumpf. Die naheliegende Frage: Was hilft wirklich – Duschgel, Öl, Lotion oder doch die reichhaltige Body Butter?
In diesem Artikel lesen Sie, was trockene Haut tatsächlich braucht, worauf es bei der Reinigung ankommt und wie Sie Duschgel, Öl, Lotion und Body Butter sinnvoll miteinander kombinieren können.


Was trockene Haut aus dem Gleichgewicht bringt

Trockene Körperhaut entsteht, wenn die Hautschutzbarriere aus dem Takt gerät. Die oberste Hautschicht verliert dann zu viel Feuchtigkeit und Lipide (Fette). Häufige Auslöser sind:

  • sehr heißes oder langes Duschen oder Baden
  • aggressive Reinigungsprodukte
  • trockene Heizungsluft oder Klimaanlagen
  • häufiges Rasieren
  • zu wenig oder unpassende Körperpflege

In diesem Zustand braucht die Haut im Kern zwei Dinge:
Feuchtigkeit – etwa durch wasserbindende Inhaltsstoffe wie Glycerin oder Urea – und Fette, die die Hautbarriere stärken und den weiteren Feuchtigkeitsverlust bremsen.


Reinigung unter der Dusche: Weniger ist oft mehr

Die Pflege trockener Haut beginnt unter der Dusche, nicht erst bei der Creme danach.

  • Duschdauer begrenzen: Lieber kurz und lauwarm duschen als lange und sehr heiß. So bleiben mehr der natürlichen Hautfette erhalten.
  • Sanfte Reinigung wählen: Produkte mit milden Tensiden sind besser geeignet als stark schäumende, „entfettende“ Duschgele.
  • Nicht alles „quietschsauber“ schrubben: Arme, Beine und Rumpf müssen nicht bei jedem Duschen intensiv eingeseift werden, wenn Sie kaum geschwitzt haben. Konzentrieren Sie sich auf Achseln, Intimbereich und Füße.
  • Ölige Reinigungsprodukte nutzen: Duschöle oder ölhaltige Duschprodukte trocknen meist weniger aus, weil sie einen leichten Pflegefilm hinterlassen.

Nach dem Duschen die Haut nur sanft mit dem Handtuch abtupfen – kräftiges Rubbeln reizt und zerstört zusätzlich den Schutzfilm.


Typische Stolperfallen bei trockener Haut – und wie Sie sie vermeiden

Viele Gewohnheiten sind gut gemeint, verschlechtern trockene Haut aber unbemerkt:

  • Zu heißes Wasser: Löst Fette aus der Haut und entzieht Feuchtigkeit. Besser: handwarmes Wasser.
  • Peelings zu häufig: Mechanische Peelings und raue Schwämme können die Hautbarriere weiter schwächen. Bei trockener Haut nur selten und sehr sanft einsetzen.
  • Falsche Reihenfolge von Öl und Creme: Reines Öl bringt keine zusätzliche Feuchtigkeit in die Haut, sondern schließt vor allem das ein, was bereits vorhanden ist. Auf komplett trockener Haut hat es deshalb oft wenig Effekt.
  • Nur Body Butter, aber keine Feuchtigkeit: Sehr reichhaltige Butter kann das Spannungsgefühl lindern, gleicht aber den eigentlichen Feuchtigkeitsmangel häufig nicht aus.

Welche Pflegeform passt? Lotion, Öl oder Body Butter im Vergleich

Alle drei können sinnvoll sein – entscheidend sind Konsistenz, Inhaltsstoffe und der aktuelle Zustand Ihrer Haut.

Körperlotion

  • meist leichter, zieht schneller ein
  • geeignet für normale bis leicht trockene Haut
  • enthält oft feuchtigkeitsspendende Stoffe, die Wasser in der Haut binden

Body Butter

  • deutlich reichhaltiger, mit hohem Fettanteil
  • ideal für sehr trockene, raue Bereiche (Schienbeine, Ellbogen, Knie)
  • besonders im Winter oder als intensive Nachtpflege sinnvoll

Körperöl

  • reduziert die Verdunstung von Feuchtigkeit, nährt und macht geschmeidig
  • wirkt am besten auf noch leicht feuchter Haut (direkt nach dem Duschen)
  • eignet sich gut als „Versiegelung“ über einer Lotion

Eine bewährte Routine bei trockener Haut:

  1. sanft und nicht zu heiß duschen
  2. auf leicht feuchter Haut eine feuchtigkeitsspendende Lotion auftragen
  3. besonders trockene Stellen bei Bedarf zusätzlich mit Öl oder Body Butter einmassieren

Kurz zusammengefasst

Trockene Körperhaut braucht eine milde Reinigung, ausreichend Feuchtigkeit und genügend Fette, um die Hautbarriere wieder zu stabilisieren. Duschprodukte sollten möglichst sanft sein, das Wasser nicht zu heiß. Lotionen liefern in erster Linie Feuchtigkeit, Body Butter und Öl vor allem Fette und helfen, diese Feuchtigkeit zu halten. Am wirkungsvollsten ist die Kombination: feuchtigkeitsspendende Pflege auf leicht feuchter Haut, darüber bei Bedarf eine reichhaltigere Schicht für besonders trockene Zonen.


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