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Welche Unterschiede gibt es zwischen Concealer, Camouflage und Corrector in Bezug auf Anwendung und Deckkraft?

Concealer, Camouflage oder Corrector? So finden Sie das richtige Produkt für Ihren Teint

Wer Unebenheiten im Teint abmildern möchte, landet schnell in einem Begriffsdschungel: Concealer, Camouflage, Corrector. Alles klingt nach „Abdecken“, doch die Produkte arbeiten unterschiedlich. Wenn klar ist, wofür welches Produkt gedacht ist, vermeiden Sie harte Ränder, fleckige Stellen und den typischen Maskeneffekt. Im Folgenden lesen Sie, wie sich die drei Kategorien unterscheiden, wie Sie sie sinnvoll einsetzen und welche Deckkraft im Alltag wirklich praktikabel ist.


Drei Helfer, ein Ziel: ein ebenmäßiger Teint – aber mit unterschiedlichen Mitteln

Concealer, Camouflage und Corrector verfolgen denselben Zweck: Sie sollen Farbunterschiede und Unregelmäßigkeiten optisch ausgleichen. Der Weg dorthin ist allerdings ein anderer.

Concealer

  • Textur: meist cremig, flüssig oder leicht moussig
  • Einsatz: Augenringe, kleine Rötungen, Pickelmale, leichte Verfärbungen
  • Deckkraft: leicht bis mittel, oft aufbaubar bis stärker
  • Finish: wirkt in der Regel natürlicher als Camouflage, daher gut für den Alltag geeignet

Camouflage

  • Textur: fester, kompakter, sehr stark pigmentiert
  • Einsatz: deutlichere Verfärbungen, Narben, stärkere Unreinheiten oder Couperose
  • Deckkraft: sehr hoch, kann nahezu vollständig abdecken
  • Finish: schnell „geschminkt“, wenn zu dick aufgetragen – braucht sorgfältiges Verblenden und Fixieren

Corrector (Color Corrector)

  • Textur: reicht von leicht cremig bis mittelfest
  • Einsatz: farbkorrigierend, z. B. gegen bläuliche Augenringe, Rötungen, Grauschleier
  • Deckkraft: wird dünn aufgetragen; arbeitet mit Farbtheorie, nicht mit Masse
  • Besonderheit: kommt vor Concealer oder Foundation zum Einsatz, nicht als alleinige Abdeckung gedacht

So tragen Sie Concealer, Camouflage und Corrector sinnvoll auf

Die Basis entscheidet mit über das Ergebnis. Alle Produkte funktionieren besser auf gereinigter, gut gepflegter Haut.

Corrector

  • In einer sehr dünnen Schicht direkt auf die verfärbte Stelle tupfen (z. B. Unteraugenbereich, Rötungen an Nase oder Wangen).
  • Ränder weich ausblenden, damit keine harten Farbkanten bleiben.
  • Anschließend mit einem hautfarbenen Produkt (Concealer oder Foundation) angleichen, bis der Ton wieder zur restlichen Haut passt.

Concealer

  • Direkt auf kleine Unregelmäßigkeiten geben.
  • Unter den Augen: entweder in einem kleinen Dreieck Richtung Wangen oder nur im inneren Augenwinkel platzieren und mit Fingerkuppe, Schwämmchen oder Pinsel einklopfen – nicht verreiben.
  • Bei Rötungen oder Pickelmalen punktuell arbeiten und die Übergänge gut auslaufen lassen, damit keine „Flecken“ sichtbar bleiben.

Camouflage

  • Sparsam verwenden und nur dort auftragen, wo wirklich hohe Deckkraft nötig ist.
  • Mit einem kleinen Pinsel oder der Fingerkuppe gezielt auf die Stelle setzen und anschließend vorsichtig ausstreichen bzw. einklopfen.
  • Meist lohnt es sich, Camouflage mit einem transparenten Puder zu fixieren, damit sie hält, nicht verrutscht und sich weniger in Fältchen absetzt.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  1. Zu viel Produkt auf einmal
    Besonders Camouflage verzeiht keine dicken Schichten. Das Ergebnis wirkt schnell pastig und maskenhaft. Besser ist es, in dünnen Lagen zu arbeiten und bei Bedarf nach und nach aufzubauen.

  2. Unpassender Farbton
    Ein zu heller Concealer macht Augenringe häufig grau oder aschig, statt sie zu kaschieren. Ein zu intensiver Corrector schimmert durch, wenn er nicht gut ausgeglichen wird. Wählen Sie Töne, die nah an Ihrer Hautfarbe liegen oder bewusst zur Farbkorrektur passen (z. B. Pfirsichtöne gegen Blau, Grün gegen Rot).

  3. Corrector ohne Ausgleich
    Corrector sind kein Ersatz für einen hautfarbenen Ton. Bleibt der Schritt mit Concealer oder Foundation danach aus, sieht man die Korrekturfarbe oft deutlich.

  4. Unsaubere Übergänge
    Sichtbare Kanten verraten jede Abdeckung. Achten Sie darauf, Übergänge zu nackter Haut oder Foundation weich auszublenden – insbesondere an Nasenflügeln, Mundwinkeln und entlang der Augenpartie.


Praxistipps für ein natürlich wirkendes Ergebnis

  • Deckkraft realistisch wählen: Für den Alltag genügt in vielen Fällen ein Concealer mit mittlerer Deckkraft. Camouflage ist eher für sehr auffällige Stellen oder besondere Anlässe sinnvoll – oder wenn Sie gezielt bestimmte Partien stark ausgleichen möchten.
  • Lichtverhältnisse prüfen: Schminken Sie sich möglichst bei Tageslicht oder unter neutralweißem Licht. Im gelblichen Badlicht wirkt ein Farbton schnell passend, der draußen deutlich abweicht.
  • Feuchtigkeit als Basis: Vor allem unter den Augen kann Concealer trockene Stellen und feine Linien betonen. Eine leichte, gut eingezogene Augenpflege als Unterlage macht die Textur geschmeidiger.
  • Werkzeug passend zur Textur wählen:
    • Flüssiger Concealer: Schwämmchen oder Fingerkuppe für weiche Übergänge
    • Fester Concealer oder Camouflage: kleiner, präziser Pinsel oder Finger für gezielte Korrektur
  • Bei Bedarf fixieren: Ein feines, transparentes Puder erhöht die Haltbarkeit, besonders bei Camouflage oder in der T-Zone. Leicht mit Pinsel oder Puff aufdrücken, nicht stark verreiben.

Kurz zusammengefasst

Concealer, Camouflage und Corrector unterscheiden sich vor allem in Deckkraft, Textur und Einsatzgebiet. Concealer ist der flexible Alltagsbegleiter mit natürlichem Finish. Camouflage bietet maximale Deckkraft für deutlich sichtbare Veränderungen, fordert dafür aber eine sorgfältige, dosierte Anwendung. Corrector arbeitet farbkorrigierend im Hintergrund und kommt vor Concealer oder Foundation zum Einsatz. Kombinieren Sie die Produkte gezielt nach Ihrem Bedarf, entsteht ein gleichmäßigerer Teint, der trotzdem wie Haut aussieht – nicht wie eine Schicht Make-up.


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