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Hermès Eau de Rhubarbe Écarlate, der fruchtig-frische Unisexduft

Um den angestrebten Frischeeffekt hinzubekommen, benötigt das Hermès Eau de Rhubarbe Écarlate (scharlachroter Rhabarber) nur Rhabarber in der Kopfnote. Fruchtig, säuerlich, aromatisch und etwas bitter, die Liste der zu Rhabarber passenden Adjektive ist recht lang. So wie denn auch sein Charakter vielschichtig ist. Während die einen ihn lieben, können ihn die anderen nicht ausstehen. Kalt lässt er jedenfalls niemanden. Optisch präsentiert sich diese Doppelseitigkeit in dem typischen Farbverlauf einer reifenden Rhabarberstange: von grün zu rot, von sauer zu aromatisch, von unausgewogen zu perfekt harmonierenden Geschmackskomponenten. Kein Wunder, dass dieses Knöterichgewächs nun auch einem Eau de Cologne seine einzigartigen Charakteristika verleihen darf. Während in der Herznote rote Beeren für weitere Frische sorgen, kommt in der Basisnote noch eine künstliche Zutat dazu.

Kopfnoten:
Herznoten:
Basisnoten:

Moschus, früher aus den Geschlechtsdrüsen des Moschushirsches gewonnen, wird mittlerweile synthetisch produziert - zur Freude aller Vegetarier und Veganer, die das Eau de Rhubarbe ohne schlechtes Gewissen genießen möchten. Seine typische, weithin duftende Note ist nicht unbedingt jedermanns Geschmack. Mit der fruchtigen Säure von Rhabarber geht Moschus allerdings eine neue, überraschende Allianz ein. So gegensätzlich die Komponenten auch sind, sie ergeben doch einen harmonischen, originellen Duft, der die Sinne erfrischt und belebt. Über die weiteren Zutaten bewahrt Hermès - wie so oft - eisernes Stillschweigen. Eau de Rhubarbe kam 2016 heraus und ist für Damen und Herren geeignet.

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Hermès Eau de Rhubarbe Écarlate positiv
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4 von 5 Sternen — basierend auf 1 Kundenmeinungen

Kommentar von vom
schöner frischer Duft - leider nicht sehr langanhaltend
Riecht sehr gut - frisch nach Rhabarber - hält aber leider nicht so lange an, sonst hätte es von mir 5 Sterne bekommen.

Star-Parfumeurin Christine Nagel kreierte Hermès Eau de Rhubarbe Écarlate

Kein unbeschriebenes Blatt in ihrer Branche, ist die Parfumeurin von Hermès Eau de Rhubarbe Écarlate, Christine Nagel, doch neu im Team von Hermès. Über 100 Düfte kreierte die studierte Chemikerin bereits, bevor sie Eau de Rhubarbe écarlate für das Label entwickelte. Unter ihren Kunden finden sich große Namen wie Guerlain, Versace und Cardin. Azzaro, Dior und Chopard sind nur einige weitere auf ihrer umfangreichen Liste mit Auftraggebern. Zum Parfum-kreieren gelangte die gebürtige Genferin erst mit dem Eintritt als Formel-Analytikerin bei dem Schweizer Dufthersteller Firmenich, wo auch Altmeister Alberto Morillas seine Ausbildung erhielt.

Frau Nagel erlernte das Handwerk unter Michel Almairac, einem anderen Großen Ihres Faches. Von ihm lernte sie unter Anderem sogenannte "Kurze Formeln". Diese Methode, bei der eher wenige Duftkomponenten miteinander verbunden werden, übertrug Christine Nagel auch auf ihr Eau de Rhubarbe écarlate. Nach ihrem Eintritt bei Quest 1997, wo sie unter anderem Düfte für Armani, Cartier und Lagerfeld erschuf, erhielt sie 2005 den begehrten Fifi-Award, der seitdem in Deutscher Parfumpreis umbenannt wurde. 2 Jahre später gewann sie den Cosmetic Valley International Fragrance-Preis 2007. 2013 erfolgte dann der Ruf zu Hermès, womit Christine Nagels größter Wunschtraum sich erfüllte. Über ihre Arbeit an Eau de Rhubarbe erklärt die Parfumeurin, dass es die "zweifache Dualität" von Rhabarber, "optisch und olfaktorisch" sei, die sie an dieser bodenständigen Frucht seit jeher fasziniert habe. Der Farbwechsel von Grün zu Rot, der Duftwandel von "säuerlich und frisch" zu "glatt und samtig", das in einen überraschenden Duft umzusetzen versuchte Christine Nagel. Ihre Arbeit an diesem Duft bezeichnet sie dabei als "experimentelle Stilübung", da sie komplett auf die sonst bei Eau de Colognes üblichen Zitrusnoten verzichtete.

Flakon von Hermès Eau de Rhubarbe Écarlate glänzt mit klaren Linien

Scharlachrotes Glas bietet sich als Material für den Flakon von Hermès Eau de Rhubarbe Écarlate förmlich an. Einerseits reflektiert es die durch das Hinzufügen von Moschus entstehende warme Note des Duftes. Andererseits zitiert die Farbe einen vollreifen Rhabarber, frisch geerntet und allerhand Genüsse versprechend. Schlicht und unkompliziert wie der Duft selbst, beschränkt sich die Flakonform auf gerade Linien. Aus einer quadratischen Basis entwickelt sich, nach oben etwas breiter werdend, die klare Silhouette des Korpus. Leicht gerundete Schultern brechen die Linien, so dass der Gesamteindruck harmonisch bleibt. Der etwas aufwändiger gestaltete Deckel besteht aus schwarzem Kunststoff. Sowohl in Bezug auf die Form als auch auf die Farbe steht er in deutlichem Kontrast zum Korpus des Flakons. Ein weiteres kontrastierendes Zierelement bietet die schlichte weiße Aufschrift mit dem Namen des Eau de Cologne am Flakonfuß. Das kreisrunde eingeprägte Emblem von Hermès, das an ein Siegel erinnert, ziert die Front des Korpus. Da es sich farblich nicht vom Flakon abhebt, bleibt es optisch im Hintergrund.

Hermès Eau de Rhubarbe Écarlate mit androgynen Bildern

Der Charakter des Duftes Hermès Eau de Rhubarbe Écarlate lässt sich am besten mit unkompliziert beschreiben. Diesem androgynen Stil entsprechend fällt auch die Werbekampagne eher dezent aus. Die gesamte Kampagne besteht aus lediglich einem Foto des Flakons mit einem gemalten Hintergrund, zu finden auf der Homepage von Hermès. Die Farbgebung ist zart, fast pastellig und erinnert an Bilder, die mit Wasserfarben gemalt wurden. Flott stilisiert, bilden zwei Rhabarberstängel in hellem Rot samt ihrem frisch-grünem Laub ein x-förmiges Kreuz. Einzelne Linien wurden in kräftigem Scharlach ausgeführt. Sie bilden den optischen Übergang zum mittig sitzenden Flakon. Im Gegensatz zu den gemalten Fruchtstängeln wurde dieser fotografiert und in das Bild hineinkopiert. So hebt er sich scharf umrissen ab und suggeriert damit die klare und gradlinige Qualität seines Inhaltes.

Wer auf Bilder von mehr oder weniger nackten Körpern wartet, wird hier enttäuscht werden. Dass die Kampagne zu Eau de Rhubarbe écarlate auf eine solche Inszenierung verzichtet, dürfte gleich zwei Gründe haben. Zunächst würde eine sinnliche Werbung dem Charakter des Duftes widersprechen. Frisch, leicht und jung sind die treffenden Schlagworte für das Eau de Cologne. Und genau so wurde auch die Kampagne konzipiert. Zudem wurde Eau de Rhubarbe als Unisexduft, also für Damen und Herren gleichermaßen geeignet, entwickelt. Auch diese Information wird durch den Stil der Kampagne transportiert. Dazu kommt, dass es sich hier um die erste Kreation der Parfumeurin für das Haus Hermès handelt. Daher hat die Schlichtheit der Kampagne möglicherweise auch finanztechnische Hintergründe. Davon abgesehen, besticht die dezente Werbung durch ihre formale und stilistische Ästhetik.